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Kinder- und Jugendroman: Drache steht im Mittelpunkt

Von Auf große Resonanz stößt die Premierenlesung aus dem Kinder- und Jugendroman „Fionrirs Reise“ von Andreas Arnold im Theater Altes Hallenbad. In der Geschichte um den siebenjährigen Drachen ereignen sich spannende Dinge, nachdem er es ablehnt, zum Geburtstag eine Prinzessin zu fressen.
Weckt Lust auf ein Fantasy-Märchen: Andreas Arnold stellt sein erstes Buch vor, in dem der Drache Fionrir die Hauptrolle spielt. Foto: Petra Ihm-Fahle Weckt Lust auf ein Fantasy-Märchen: Andreas Arnold stellt sein erstes Buch vor, in dem der Drache Fionrir die Hauptrolle spielt.
Bad Nauheim. 

„Leider alles voll.“ Schon eine Viertelstunde vor Beginn der Lesung aus „Fionrirs Reise“ von Andreas Arnold muss Uli Lang (Vorsitzender Altes Hallenbad, Friedberg) Besucher abweisen. Im Veranstaltungsraum der Kulturstätte sind die Stuhlreihen besetzt, auf der Bühne steht ein Mikrofon. Ein Orientteppich, ein Jugendstilfenster und die unverputzte Wand bieten in ihrer Kargheit die passende Kulisse, um die zauberhafte Geschichte des sympathischen Drachen Fionrir zur Geltung zu bringen.

Stichwort: Ernst-Ludwig-Buchmesse

Andreas Arnold liest bei der Ernst-Ludwig-Buchmesse in Bad Nauheim am Sonntag, 9. April, ab 15 Uhr wieder aus seinem Debüt-Roman. Ort ist das Badehaus 7 im Sprudelhof.

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Verleger Thorsten Zeller begrüßt die Gäste, „ganz Europa ist mit uns vereint“, scherzt er, denn die Lesung wird live mitgeschnitten. Wie der 42-jährige Friedberger schildert, steht er als Verleger in einer neuen Rolle auf der Bühne, indem er in seinem Reimheim-Verlag den Kinder- und Jugendroman herausbringt. Geeignet ist das Werk auch für Erwachsene. „Es ist ein wundervolles Buch“, erklärt Zeller.

Vier Schreibphasen

Unter Riesenapplaus tritt Autor Arnold aufs Podium, wo er zunächst erzählt, wie sich das Schreiben der Drachengeschichte entwickelt hat. „Ich habe jahrelang gebloggt und kleine Kurzgeschichten geschrieben, bis ich mich wie beim Joggen gefragt habe: ,Was ist der Unterschied zwischen 10 000 Metern und einem Marathon’?“ Die Antwort sei einfach, man höre nicht auf – und so war es auch mit „Fionrirs Reise“, welches er in vier großen Schreibphasen seit 2008 fertigstellte.

Schon als kleiner Junge habe er sich für Drachen interessiert, erzählt Arnold; für Fuchur aus der „Unendlichen Geschichte“, Grisu, den kleinen Drachen und Elliott, das Schmunzelmonster, letzteres ist nicht so beliebt bei ihm. Er habe sich einen eigenen Drachen schaffen wollen und sich beim Namen an den nordischen Sagen orientiert. Das Schreiben ging dem heute 40-Jährige wie folgt an: Er entwarf einen Plot mit 24 Kapiteln, deren Handlung er im Vorhinein anlegte. Allerdings stellte Arnold fest, dass einiges doch anders wurde, als gedacht. „Die Handlung beginnt irgendwann die Figur zu bestimmen, es entwickelt sich oft in eine andere Richtung.“

Die Geschichte beginnt, als Fionrir an seinem Geburtstag aufwacht und zunächst eine Enttäuschung erlebt: Seine Eltern gratulieren ihm, verzehren mit ihm ein Festmahl – doch niemand schenkt ihm etwas. Und das, obwohl er sieben Drachenjahre alt geworden ist, was etwas ganz Besonderes ist. Doch dann gibt es gleich drei interessante Gaben: handgeschnitzte Würfel, einen Rucksack und eine Prinzessin namens Quirina, die er – oh, Schreck – fressen soll. Davon sind weder Fionrir noch die Prinzessin begeistert.

Feiner Humor

Feiner Humor zeigt sich hier, der das ganze Buch durchzieht: „Nur über meine Leiche“, sagt Quirina, der der Drache verspricht, sie zurück nach Hause zu bringen. Auf der Reise kommt es zu spannenden Abenteuern, beispielsweise, als eine Horde Wilderer eine Wölfin gefangen hat und in einer Höhle einsperrt, wo schon viele andere Tiere in Käfigen vor sich hin darben. Die Wölfin soll an Korsaren verkauft werden, die gerade mit dem Schiff eintreffen. Illustriert hat das Buch Norman Heiskel aus Oberursel, der dem Drachen sehr gerne ein Gesicht gegeben hat, wie er erzählt. Es sei eine Herausforderung gewesen, etwas Unverwechselbares zu schaffen, das nicht wie Fuchur, Grisu oder Elliott aussieht und die Geschichte im Sinne des Autoren in Szene zu setzen.

Die Bilder hat der 44-Jährige vor seinem geistigen Auge entwickelt, wenn er vom Büro abends heimkehrte. „Nachdem ich zu Hause war, habe ich die Entwürfe gemacht – meist eine abendfüllende Tätigkeit.“ Besonderen Spaß machte ihm das Zeichnen der Action-Szenen. Arnold ist in der Wetterau auch als Poetry Slammer und als Darsteller beim Helden-Theater Friedberg bekannt.

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