Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 21°C

Ein Verein kümmert sich um Karbener Streuobst

Die Streuobstwiesen in Karben und der südlichen Wetterau als Kulturlandschaft zu erhalten und zu pflegen - dieses Ziel hat sich der Verein Interessengemeinschaft (IG) Streuobst gesetzt.
Karben. 

Bereits seit rund einem Jahr treffen sich Freunde, Pächter und Besitzer von Streuobstwiesen monatlich zum Runden Tisch in der Juice Factory, dem Besucherzentrum der Karbener Kelterei Rapp’s. Daraus ist nun die Vereinsgründung hervorgegangen, bei der 13 Personen Mitglied geworden sind.

Sie alle kommen aus Karben und anderen Orten der Wetterau. Zum Vorsitzenden wurde der grüne Karbener Stadtverordnete Achim Wolter gewählt, sein Vize ist Klaus Katzer. Anke Behrens hat das Amt der Kassenwartin übernommen. Gerhard Buxa, Uwe Müller und Eckhard Neitzel wurden zu Kassenprüfern gewählt. Wolter, Katzer und Behrens berichten alle davon, dass sie seit vor nicht allzu langer Zeit ihr Herz für Streuobstwiesen entdeckt haben.

Sie wolle damit einen Ausgleich zu ihrem Beruf am Schreibtisch schaffen, sagt Anke Behrens. „So habe ich am Wochenende meine ersten Streuobstbäumchen gepflanzt.“ Jetzt sei ein günstiger Zeitpunkt, um Bäume zu pflanzen, erklärt Vorsitzender Wolter.

Er pflegt eine Streuobstwiese vorwiegend mit Kirschbäumen in erster Linie aus Gründen der Selbstversorgung, „weil ich weiß, wo das Obst herkommt“. Klaus Katzer hat vor zwei Jahren eine Streuobstwiese von der Stadt gepachtet, die jahrelang nicht gepflegt wurde. „Das versuche ich nun gemeinsam mit meiner Familie wieder auf die Reihe zu bringen“, sagt er.

Streuobstwiesen dienen Tieren und Pflanzen als Lebensraum, müssen jedoch gepflegt werden, etwa um einer Verbuschung entgegenzuwirken, erklärt Mitinitiator Clemens Caesar von Rapp’s. Neben Pflege, Unterhaltung und Nutzung wolle man gemäß Satzung über die „besondere Ökologie der Streuobstwiese“ informieren. Der Verein wolle sich auch an Kindergärten und Schulen engagieren, sagt Wolter, „damit die Kinder wissen, wo das Obst herkommt und die Zusammenhänge verstehen lernen“.

Der Runde Tisch - an dem auch Besitzer von Streuobstwiesen mit langjähriger Erfahrung teilnehmen - diene dem Gedankenaustausch und sei weiter für Nicht-Mitglieder offen. So habe er sich Tipps geholt gegen den Frostspanner, „ein an sich hübscher Schmetterling“, sagt Wolter. An seinen Obstbäumen wolle er die Tiere mit ökologischen Mitteln eingrenzen. So habe er Leimringe an den Stämmen angebracht, um die weiblichen Tiere am Hochklettern zu hindern.“

Die Kelterei Rapp’s unterstützt den Verein ideell und finanziell. „Weil wir ein Interesse an der Regionalität und Herkunft des Obstes für unsere Produkte haben“, sagt Geschäftsführer Volker Thoma. kre

Nächstes Treffen des Runden Tisches am 3.Dezember (Dienstag), 20Uhr, Kelterei Rapp’s in Karben, Brunnenstraße 1. Am 15. Februar folgt ein Streuobstlehrgang an; Anmeldung und Infos: Telefon (0173)8552829 oder Internet streuobstkarben.twoday.net

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse