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Ein Zeichen gegen Rechts

Von Offen will die Stadt Karben sein, viele Bürger engagieren sich seit vielen Jahren für ein friedliches Miteinander. Als starkes Zeichen prangt im Rathaus nun ein Stoppschild für Rechtsextreme.
Bringen das neue Schild im Rathaus an (von links): Hartmut Polzer, Verwaltungsleiter Hans-Jürgen Schenk, Philipp von Leonhardi sowie von den Gewerkschaften Jutta Ehret, Michael Fritz und Michael Hendrisch-Verseck.	Foto: Susanne Krejcik Bringen das neue Schild im Rathaus an (von links): Hartmut Polzer, Verwaltungsleiter Hans-Jürgen Schenk, Philipp von Leonhardi sowie von den Gewerkschaften Jutta Ehret, Michael Fritz und Michael Hendrisch-Verseck. Foto: Susanne Krejcik
Karben. 

„Respekt! Kein Platz für Rechtsextremismus.“ Mit diesen Worten auf einem Schild werden die Besucher des Karbener Rathauses begrüßt. Damit setze die Stadt „ein sichtbares Zeichen für Respekt und Toleranz sowie gegen Rassismus“, sagt Kulturstadtrat Philipp von Leonhardi (CDU).

„Respekt!“ ist eine Initiative der Gewerkschaften Verdi und IG Metall, sagt Verdi-Kreisvorsitzender Michael Fritz. Der Verdi-Kreisvorstand habe vor dem Hintergrund der rechten Szene in der Wetterau und den Geschehnissen in Verbindung mit der NSU-Mordserie die Initiative „Respekt!“ in die Kommunen des Wetteraukreises getragen. In rund zehn Kommunen hingen solche Schilder, berichtet Fritz: außer in Karben etwa in Friedberg, Büdingen, Butzbach, Echzell, Wölfersheim, Ortenberg und anderen.

 

Im Kleinen viel erreichen

 

Mit dem an oder im Rathaus angebrachten Schild drücke die jeweilige Kommune aus, „dass Rassismus und Intoleranz dort keinen Platz haben“, erklären Fritz, Michael Hendrisch-Verseck vom Kreisvorstand sowie Jutta Ehret, Verdi-Gewerkschaftssekretärin und Karbener Bürgerin. Bei der Initiative gehe es um den respektvollen Umgang miteinander, erklären die Gewerkschafter.

Und man wolle an die Bürger appellieren und ihnen Mut machen, sich gegen Rechtsextremismus zu stellen. So sei es im Fußball eine Geste der Gastfreundschaft und des Respektes vor der jeweils anderen Mannschaft, „wenn man beim gemeinsamen Grillfest auch Essen anbietet, dass die Gäste aus der Türkei essen“, sagt Hendrisch-Verseck, selbst Fußballer. „Das sind nur kleine Zeichen, doch wenn alle Vereine solche kleinen Zeichen setzen, ist schon viel erreicht.“

„Bei uns ist die Initiative der Gewerkschaft auf offene Ohren gestoßen“, sagt von Leonhardi. Er freue sich, „dass wir dieses Schild als Symbol gemeinsam nach außen tragen können“. Von Leonhardi und Hartmut Polzer von der Initiative Stolpersteine in Karben verweisen auf das Bündnis Offenes Karben sowie auf die Aktivitäten verschiedenster Art, die in der Stadt seit Jahren für Respekt und Toleranz werben und bei denen etwa auch die Kurt-Schumacher-Schule mitmache.

 

Ausstellung für Herbst geplant

 

„Wir versuchen, dieses komplexe Thema in den Fragen des alltäglichen Lebens einzubinden, etwa durch interkulturelle Erziehung in den Kindergärten“, sagt von Leonhardi. Er freue sich über die große Bereitschaft, mit der Karbener Bürger derzeit Flüchtlinge unterstützten, erläutert der Stadtrat.

Auch in diesem Jahr seien Ausstellungen zum Thema geplant. Zudem beteilige sich die Stadt Karben an der Ausstellung „Legalisierter Raub“ im Herbst 2014 in Bad Vilbel, fügt er hinzu.

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