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Rewe-Logistikzentrum in Wölfersheim: Eine Unterschriftenliste kann den Handelsriesen nicht aufhalten

Mitglieder der Wetterauer Nabu-Gruppe um Doris Jensch übergeben Landrat Arnold (li.) die Liste mit 889 Unterschriften. Mitglieder der Wetterauer Nabu-Gruppe um Doris Jensch übergeben Landrat Arnold (li.) die Liste mit 889 Unterschriften.
Friedberg. 

Geht es nach den Grünen, soll sich der Wetterauer Kreistag gegen den Bau eines Rewe-Logistikzentrums in Wölfersheim aussprechen. Deshalb hat die Öko-Partei den Antrag gestellt, dass der Kreis in der Regionalversammlung gegen das Projekt stimmen soll.

Bereits im Vorfeld der Kreistagssitzung hatten Vertreter des Nabu Wetterau, der Landwirte und der Kirchen Landrat Joachim Arnold (SPD) in seiner Funktion als Vorsitzender der Regionalversammlung Südhessen eine Unterschriftenliste mit 889 Unterschriften überreicht, um gegen den massiven Verbrauch an Ackerfläche zu protestieren.

Die Handelskette Rewe will auf rund 40 Hektar Acker bei Berstadt ein Logistikzentrum errichten (wir berichteten). Arnold nahm die Liste entgegen, erklärte sich aber für nicht zuständig, da der Planungsverband Frankfurt/Rhein-Main über die Änderung des Flächennutzungsplans bestimmte. In der Kreistagssitzung bemängelte Thomas Zebunke (Grüne), dass zu keiner Zeit ernsthaft nach einer Alternative gesucht worden sei. Der Kreis solle sich endlich gegen den Verbrauch von wertvollem Ackerboden stellen. Dem entgegnete Wölfersheims Bürgermeister Rouven Kötter (SPD), dass dies geschehen sei. Angesichts von zu erwartenden über 100 Lastwagen täglich sei die Bereitschaft anderer Kommunen sehr begrenzt gewesen. Und deshalb gebe es, anders als von den Grünen behauptet, keinen Konkurrenzkampf der Kommunen untereinander. Kötter stuft das Gewicht des Widerstands gegen das Rewe-Vorhaben als gering ein. Hier würde eine Minderheitenmeinung lautstark vorgetragen. Es gehe darum, ein Unternehmen in der Region zu halten, sonst werde es nach Gießen übersiedeln. Am Ende wurde der Grünen-Antrag mit den Stimmen von CDU und SPD angelehnt. FDP, FW und AfD enthielten sich.

(jwn)
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