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Frankfurter Flughafen feiert seinen 80. Geburtstag: Fliegende Helfer für Berlin

Für uns sind Flugzeuge am Himmel heute normal. Doch das war nicht immer so. Die Klasse 4a der Bad Vilbeler Saalburgschule stöberte in der Geschichte des Frankfurter Flughafens.
Mit einer Lufbrücke wurden die eingeschlossenen Berliner 1948 auch von Frankfurt aus mit Lebensmitteln versorgt. Bilder > Mit einer Lufbrücke wurden die eingeschlossenen Berliner 1948 auch von Frankfurt aus mit Lebensmitteln versorgt.
Frankfurt. 

1924 wurde der erste Verkehrsflughafen der Stadt Frankfurt am Rebstock gegründet. Zu dieser Zeit war Ludwig Landmann Oberbürgermeister von Frankfurt. Er glaubte sehr an die Zukunft seiner Stadt und förderte das Flughafen-Projekt.

Der Flughafen lag auf einem Grundstück mit einem Bauernhof und Landwirtschaft. Als Landebahn diente eine Wiese. Damit diese nicht zu hoch wuchs, hielten sie Schafe, die sie abgrasten. Mit der Zeit stieg der Flugverkehr an. Der Flughafen wurde zu klein.

Deshalb wurde 1936 im Stadtwaldgebiet ein neuer Flughafen mit zwei Start- und Landebahnen gebaut, die zunächst als Graspisten ausgelegt waren. Feste Bahnen gab es erst nach 1945. Im Laufe der Zeit weitete sich der Flughafen von Ost nach West aus.

1936 gab es viele Flugverbindungen innerhalb Deutschlands und Europas. Flugziele außerhalb Europas konnten noch nicht angeflogen werden, weil die Flugzeuge nur eine geringe Reichweite hatten und nach etwa 1200 Kilometern wieder tanken mussten.

In der Frühzeit war der Frankfurter Flughafen auch ein Flughafen für Zeppeline. Zwei Jahre gab es eine direkte Verbindung nach New York oder Rio de Janeiro. Eine Überfahrt nach Amerika dauerte mehrere Tage. Die Luftschifffahrt hatte eine große Bedeutung für Frankfurt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flughafen fast völlig zerstört und 1945 wieder aufgebaut.

Ein wichtiges Ereignis in der Geschichte des Frankfurter Flughafens war die Berliner Luftbrücke. Sie diente der Versorgung der Stadt Berlin durch Flugzeuge der Westalliierten. Die Straßen- und Eisenbahnverbindungen von den westlichen Besatzungszonen nach West-Berlin wurden während der Berlin-Blockade vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 durch die sowjetische Besatzungsmacht gesperrt. Ein Jahr lang starteten täglich alle drei Minuten Flugzeuge vom Frankfurter Flughafen, die Berlin mit 2,5 Millionen Tonnen Lebensmitteln versorgten. Ein amerikanischer Pilot namens Gail Halverson kam auf die Idee, Schokolade für die Kinder aus dem Flugzeug abzuwerfen. Andere Piloten machten es ihm später nach. Die Kinder bedankten sich bei den Piloten mit Briefen und Bildern.

Ein Denkmal am Flughafen soll an diese Zeit und auch an die verunglückten Piloten erinnern. Die Berliner nennen das Denkmal „Hungerkralle“, denn es sieht so aus wie eine Hand mit drei Fingern. Die drei Finger stehen für die drei Korridore, von denen aus Berlin angeflogen wurde. Daneben stehen zwei der sogenannten Schokoladen-Bomber. Als 2005 der amerikanische Militärflughafen aufgegeben wurde, verpflichtete sich die Fraport AG, sich um das Denkmal zu kümmern.

In den 50 Jahren gab es einen Flugzeugabsturz. Einige Jahre später setzte ein Flugzeug bei der Landung auf dem hinteren Teil auf. Das Frachtflugzeug war falsch beladen worden. Es war hinten zu schwer. Im Allgemeinen passieren aber wenige Unfälle auf dem Frankfurter Flughafen.

1985 gab es einen Terroranschlag auf das Terminal 1. Bis heute wissen die Mitarbeiter des Flughafens nicht, wer der Täter war. Durch die große Zerstörung gab es Verletzte und drei Tote. Der Schaden betrug viele Millionen D-Mark.

Im Laufe der Jahre stieg die Anzahl der Passagiere am Frankfurter Flughafen permanent an. So flogen 1925 schon 5648 Menschen vom Flughafen Frankfurt ab. 1957 trat zum ersten Mal über eine Million Passagiere im Jahr ihre Reise an. 2015 waren es bereits 60 Millionen Menschen. In den Ferien oder an Spitzentagen durchlaufen heute etwa 200 000 Menschen am Tag den Flughafen. Aufgrund der hohen Passagierzahlen ist eine Erweiterung des Flughafens im Bau. Das Terminal 3 soll 2021 fertig sein.

 

Von Lilli, Patricia, Leon K., Nils, Annika, Leon, Jenny, Lea, Nils, Leonie, Mary und Kyan

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