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Gegenwartsliteratur in netter Gesellschaft

Im Juli drehte sich beim Literatur-Treff Karben alles um deutsche Gegenwartsliteratur. Die Organisatoren freuen sich bereits auf den August. Dann steht nämlich Literatur aus der Region im Fokus.
Haben immer Freude an den Literaturabenden des Karbener Literatur-Treffs: Sybille Bonn und Giesela Canki (von links).	Foto: Esther Schüerhoff Haben immer Freude an den Literaturabenden des Karbener Literatur-Treffs: Sybille Bonn und Giesela Canki (von links). Foto: Esther Schüerhoff
Karben. 

Der Verein Literatur-Treff Karben lädt jeden Monat zu einem Leseabend, an dem Werke zu einem bestimmten Thema vorgestellt werden. Der Juli war der deutschen Gegenwartsliteratur gewidmet. Dazu zählen Autoren wie Bernhard Schlink oder Wolfgang Herrndorf. Schlink verfasste unter anderem den internationalen Bestseller „Der Vorleser“, der beim Literaturabend am Mittwochabend im Groß-Karbener „Kuhtelier“ von Fritz Böhner vorgestellt wurde.

Als Organisator des Abends stellte Böhner es den Vortragenden frei, aus welchen Werken sie vorlesen, solange diese zum gewählten Thema passten. „Seit einiger Zeit stellen die Vortragenden für jedes Werk eine Übersicht zusammen, so dass die Gäste das Gehörte noch einmal zu Hause nachlesen können“, erklärte Böhner.

Stets gut besucht

Hans-Martin Thomas ist Gründungsmitglied des Literatur-Treffs und freute sich über die hohe Anzahl an Besuchern: „In diesem Jahr sind unsere Veranstaltungen sehr gut besucht. Wir haben 25 Mitglieder und eine Interessentenliste von 150 Personen“.

„Ich bin jedes Mal überrascht, wie viel Mühe sich die Leute machen, die ein Werk vorstellen. Es ist schön, so neue Anregungen zum Lesen zu bekommen“, sagte Giesela Canki. Die bald 90 Jahre alte Dame versäumte bisher keine der literarischen Monatszusammenkünfte und nahm auch schon ihren Sohn zu einer der Veranstaltungen mit.

An diesem Literaturabend wur-den dem Publikum neben Schlink und Herrndorf auch die deutschsprachigen Autoren John von Düffel, Daniel Kehlmann und Eva Menasse vorgestellt.

Der Roman „Quasikristalle“ von Eva Menasse handelt davon, wie abhängig unser Leben von den Umständen der Zeit ist. Es geht um Wahrnehmung und Wahrheit. In 13 Kapiteln wird die Biografie einer Frau aus unterschiedlichen Blickwinkeln präsentiert. „Ich war früher für einen Verlag tätig und habe deshalb beruflich vielgelesen“, erzählte Johanna Müller. Nun komme sie gerne ins Kuhtelier, um entspannt zuhören zu können.

Vielfältige Motivationen

„Seit knapp zwei Jahren bin ich dabei und nehme gerne an den Literaturabenden teil, um mein literarisches Defizit etwas zu decken“, sagte Heinz Schülke in einer Lesepause, während der ein literarisches Quiz für Abwechslung sorgte.

Der Literatur-Treff trifft sich stets am letzten Mittwoch im Monat im „Kuhtelier“ auf dem Schlosshof Leonhardi. Im August können sich die Mitglieder auf Literaten aus der Region freuen.

Nächster Literaturabend am 27. August (Mittwoch) ab 19.30 Uhr im „Kuhtelier“ im Schlosshof von Leonhardi, Burg-Gräfenröder Straße 2 in Groß-Karben, mit Literaten der Region.

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