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"Hirngespenster" aus Dortelweil

Ivonne Keller aus Dortelweil schreibt Krimis. Am Samstag liest sie ab 19 Uhr im Massenheimer Ahrenshof beim "Krimi-Dinner" aus ihren Romanen. Keller ist zudem an gleicher Stelle am Sonntag ab 18 Uhr mit drei anderen Autoren bei einer "Musikalischen MenüLesung" mit von der Partie.
Krimi-Autorin: Ivonne Keller (42). Foto: Christine Fauerbach Krimi-Autorin: Ivonne Keller (42). Foto: Christine Fauerbach
Bad Vilbel. 

"Ich wollte schon immer schreiben. Plötzlich hatte ich eine Idee für einen Roman. Ich hatte beim Stöbern im Keller alte Tagebücher von mir gefunden. Ich schrieb in den folgenden acht Monaten 650 Seiten. Vollendet habe ich diesen Roman nicht. Dies ist wohl meine Geschichte zum Warmschreiben gewesen."

So beschreibt Keller ihr Coming out vor vier Jahren als Autorin. Das Spiel mit der Sprache liebt die gebürtige Bruchköblerin (42) seit ihrer Kindheit. "Mein Lieblingsfach in der Schule war Deutsch, ich schrieb Tagebuch." Nach dem Abitur machte sie in Frankfurt eine Banklehre, ging für ein Jahr ins andalusische Granada und lernte Spanisch. Keller ist als Personalleiterin in Frankfurt tätig.

Ein langer Prozess

Vor 15 Jahren zog Keller nach Bad Vilbel, seit zehn Jahren lebt sie mit Ehemann Götz und den Söhnen Elias (16), Linus (11) und Lasse (5) im Dortelweiler Ortskern. Im Anschluss an ihr "unvollendetes erstes Werk" hatte sie eine neue Romanidee. "Von der Idee bis zum Schlusspunkt dauerte es ebenfalls acht Monate. Einen Roman zu veröffentlichen ist ein langer Prozess."

Ihr erstes 400 Seiten dickes Werk mit dem Titel "Hirngespenster" hat sie vor zwei Jahren fertiggestellt. Auf den Markt kommt "Hirngespenster" zum Weihnachtsgeschäft in diesem Dezember. Nach dem Romanprojekt widmete sich die Autorin Kurzgeschichten. "Ich habe eine Idee. Das Ende kenne ich anfangs selbst nicht." Kurzgeschichten zu schreiben und veröffentlichen, dauere nicht so lange we ein Roman.

Beim Schreiben machte Ivonne Keller eine Entdeckung: "Meine Kurzgeschichten werden immer automatisch zu Krimis. Meine Mörderinnen gehen subtil vor. Opfer sind meistens Männer, seltener eine Rivalin." Ihre Kurzgeschichte "Die Stein" gehörte zu den Siegergeschichten des Wettbewerbs "Münchener Menü-Lesung". Im März 2011 belegte sie den 13. Platz beim renommierten Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb mit "Belohnung und Strafe". Auf der jüngsten Buchmesse erhielt sie zum zweiten Mal einen Preis vom Buchjournal.

Sie schreibt über das Grauen hinter den Gardinen, die Leichen im Keller der Nachbarschaft. "Mich interessiert der psychologische Hintergrund meist mehr als die Tat selbst."

Schreiben im Bett

"Ich schreibe immer abends, wenn alle im Bett sind. Entweder am Küchentisch, in einer gemütlichen Ecke unterm Dach oder im Bett. Dort schreibe ich gern." Derzeit arbeitet sie an ihrem dritten Roman. Diesmal mit einer Literaturagentur zusammen. Das habe den Vorteil, dass sie bereits zu Beginn für alle Figuren eine Biografie erfinden müsse. Diese müssten schlüssig, authentisch und logisch sein. "Nichts wird dem Zufall überlassen." Wer hören möchte, wem Keller alles hinter die Gardinen geschaut hat, ist im Ahrenshof richtig. fau

Eintrittskarten für die beiden Lese-Termine im Ahrenshof kosten jeweils zehn Euro; sie können zusammen mit einem Menü für je 25 Euro reserviert werden unter Telefon (0 61 01) 4 51 62.

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