Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige LS Lederservice Sie suchen einen Spezialisten aus Rhein-Main? Frankfurt am Main 28°C

Humorige Lieder vor ernstem Hintergrund

Noch bis zum 30. November ist im Bad Vilbeler Kurhaus die Ausstellung „Legalisierter Raub“ zu sehen, die sich mit der Ausplünderung der Juden durch den Fiskus in Hessen beschäftigt. Ein buntes Rahmenprogramm trägt die Ausstellung immer wieder aus dem Kurhaus heraus, so auch am Samstagabend nach Karben.
Gabriele Kentrup und Wolfang Wiechert stellen jüdische Chansons vor. Das Konzert gehört zur Ausstellung „Legalisierter Raub“. 	Foto: Mag Gabriele Kentrup und Wolfang Wiechert stellen jüdische Chansons vor. Das Konzert gehört zur Ausstellung „Legalisierter Raub“. Foto: Mag
Karben. 

Peter Mayer, der Vorsitzende der Stiftung „Unser Karben“, ist nicht nur in seiner Stiftung aktiv, er leitet auch das „Kuhtelier“. Sein historisches Gemäuer in Groß-Karben dient einer bunten Mischung aus Kunst, Kultur und verschiedensten Seminaren, darunter auch Lesungen und Kunstkurse. Eine bis zwei Veranstaltungen werden hier im Monat abgehalten.

Spezielles Programm

„Als Vorsitzender der Stiftung wurde ich natürlich auch zu den Vorgesprächen vor der Ausstellung eingeladen. Dann lag es nahe, auch diese Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen“, erklärt Mayer. Vorgesehen sind zwei Rahmenveranstaltungen im „Kuhtelier“. An diesem Abend ist die Chansonsängerin Gabriele Kentrup in Karben zu Gast, um jüdisches Liedgut zum Besten zu geben.

„Gabriele Kentrup hat vor drei Jahren schon einmal hier gesungen. Nach unserer Nachfrage hat sie extra ein Programm zusammengestellt“, erklärt Peter Mayer. Gemeinsam mit dem Pianisten Wolfgang Wiechert trägt Kentrup die jüdischen Lieder vor. Mit schauspielerischen Einlagen, Verkleidungen und kurzen Lesungen aus zeitgenössischen Quellen werden die gesungenen Chansons vorher jeweils kurz vorgestellt.

Mit einem Augenzwinkern

Die Lieder sind meist humoristisch und haben oft einen trockenen Humor im Liedtext, sollten also unbedingt mit einem Augenzwinkern betrachtet werden. Das aber wird von Gabriele Kentrup und Wolfgang Wiechert toll transportiert.

Natürlich ist auch der lehrreiche Hintergrund der Ausstellung präsent, denn Kentrup hat Programmhefte mitgebracht, in dem ausführliche Lebensläufe und Geschichten zu den Komponisten der Chansons zu finden sind. Natürlich werden auch die Schicksale beleuchtet, die die Komponisten, durch die Nationalsozialisten während ihrer Herrschaft zu durchleiden hatten.

Ein kleines Wörterbuch soll außerdem die jüdischen Alltagsbegriffe erklären, die wir tagtäglich benutzen, ohne uns darüber im Klaren zu sein: „Tacheles“ ist ein Beispiel dafür: Tacheles reden, zur Sache kommen. Gabriele Kentrup wird ihr Programm „Auf ins Metropol“ noch einmal vorstellen, und zwar am Samstag, 1. November, in der Katakombe in Frankfurt.

Schon am Sonntag bietet die Ausstellung wieder ein musikalisches Programm: „Verfemte Musik zurzeit der Nationalsozialisten“ beginnt um 17 Uhr im Theater Alte Mühle in Bad Vilbel. Der Eintritt ist frei.

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse