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Hurra, wir werden Oma!

Von Georgia Lori Kinder brauchen Großeltern, die hinter ihnen stehen. Doch manchmal wohnen sie zu weit weg, oder die Großeltern sind verstorben. In diesen Fällen sind Patengroßeltern gefragt. Machen sich über Enkel-Literatur schlau: Ulrike Strangmann (von links), Verena Hartmann und die zukünftige Patenoma Monika.	Fotos: Lori (2)/Privat Machen sich über Enkel-Literatur schlau: Ulrike Strangmann (von links), Verena Hartmann und die zukünftige Patenoma Monika. Fotos: Lori (2)/Privat

Bad Nauheim. 

Die 73-Jährige Monika hat Glück. Sie entspricht dem Profil, das für das neue Patengroßelternprojekt des Mütter- und Familienzentrums (Müfaz) in Bad Nauheim gefragt ist. Das Projekt bewirbt der Verein seit Anfang März über Plakate, Flyer und Presseartikel. Neugierige, zuverlässige und offene Menschen, die mit ihrer Erfahrung und Gelassenheit eine Familie stärken wollen, werden gesucht.

Menschen, die bereit sind, junge Familien zu unterstützen und ihre Erfahrung, ihre Zeit und ihr Engagement einbringen wollen. Monika, die ihren Familiennamen nicht verraten möchte, will gerne mithelfen, die Entwicklung eines Kindes in einer jungen Familie zu fördern. "15 Familien haben sich bisher bei uns gemeldet und suchen Patengroßeltern", sagt Ulrike Strangmann, die den Notmütterruf für den Wetteraukreis leitet und sich auch im neuen Projekt engagiert.

Das Leben erleichtern

"Dem gegenüber stehen bisher etwa acht Großeltern", erklärt Verena Hartmann vom Müfaz-Büro. Viele bekundeten telefonisch ihr Interesse. Monika hat sich zu Fuß auf den Weg gemacht, um an der Infoveranstaltung im Müfaz in der Friedberger Straße teilzunehmen. Die 73-Jährige lebt in Bad Nauheim, hat drei Kinder erzogen und freut sich über vier erwachsene Enkel.

"Ich hoffe, dass meine Enkel in fremden Städten auch Hilfe bekommen, wenn sie Kinder haben, die betreut werden müssen", sagt Monika. Sie kann sich vorstellen, mit den Kindern einen Spielplatz zu besuchen, in die Natur zu gehen, Plätzchen oder Kuchen zu backen, ihnen vorzulesen oder ihnen das Frühstück zu bereiten. "In Großeltern steckt viel Potenzial. Sie können Kindern viel geben", weiß Strangmann aus Erfahrung. Das Patengroßelternprojekt möchte sie langfristig etablieren. Es sei, sagt Strangmann, ein Baustein im Rahmen der Erweiterung zum Mehrgenerationenhaus.

Um dieses Ziel verwirklichen zu können, erhält der Verein, verteilt über drei Jahre, je 30 000 Euro vom Bundesamt für Familie und dem Europäischen Sozialfonds. Neu erfunden sei das Patenprojekt aber nicht. Beispiele für eine gelungene Umsetzung gebe es bereits in Kassel, Frankfurt und Saarbrücken.

Picknicks und Kurse

Der Infoveranstaltung für Großeltern soll eine weitere für Familien folgen, dann Einzelgespräche und ein Auswahlverfahren im Mai. Beide Parteien werden dann zusammengebracht. Die Patenschaft wird vom Verein begleitet. "Wir planen regelmäßige Treffen, Aktivitäten wie Picknicks, Ausflüge und einen Erste-Hilfe-Kurs", so Strangmann. Nach den Sommerferien werden Großelternkurse des Kinderschutzbundes angeboten. Sie zeigen Möglichkeiten auf, Konflikte zu bewältigen. Und sie informieren über Themen der Dreigenerationenfamilie und bieten Raum zum Austausch. Dass solche Angebote einen Sinn machen, belegen Statistiken. Laut des Regionalen Monitorings 2011 übertrifft Bad Nauheim mit einem Zuzugsplus von jährlich 336 Personen im Zeitraum 2005 bis 2010 alle anderen Wetterauer Städte.

Sieht man sich die Prognose der Hessen-Agentur an, steigt die Zahl älterer Menschen stärker als bei jüngeren an. Lag der Anteil der unter 20-Jährigen 2009 in Bad Nauheim bei 17 Prozent (2030: 15,1 Prozent), waren es bei 60- bis 80-Jährigen 23 Prozent (2030: 27,8).

Kontakt für das Patengroßelternprojekt: Müfaz, Friedberger Straße 10, 61231 Bad Nauheim, Telefon: (0 60 32) 3 12 33, E-Mail: info@muefaz.de

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