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Internet: Im Neubaugebiet an der Waldhohl hat die Telekom Glasfaserkabel vergessen

Etwa 17 Mieter eines Neubaus warten seit Anfang Juli auf ihren Internet- und Festnetzanschluss. Das Problem: Das neu erschlossene Gebiet in Groß-Karben wurde nicht mit Glasfaser versorgt. Nun wird ein neuer Anschlusstermin genannt.
Symbolbild Foto: Rolf Vennenbernd/Symbolbild Symbolbild
Karben. 

Ursula Mahr (70) ist sauer. Seit sie im Juli in das Mehrfamilienhaus des städtischen Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) am Waldhohlweg 1 gezogen ist, fehlt ihr, wie auch den anderen 17 Hausbewohnern, etwas: Sie alle haben immer noch keinen Festnetz-Telefonanschluss. Der Grund sind offenbar Probleme mit der Telekom.

Das Mehrfamilienhaus ist ein Neubau und steht am Rand des neu erschlossenen Wohngebiets direkt neben der Kurt-Schumacher-Schule. Anfang Juli wurde das Haus bezogen und die Telekom schon geraume Zeit davor beauftragt, die Versorgung mit Internet und Telefon sicherzustellen. Bis Ende Juli habe der Festnetz- sowie Internetanschluss stehen sollen, erklärt Ursula Mahr. Dieses Versprechen ist jedoch nicht erfüllt worden – bis heute nicht.

Wie Thomas Baumann vom zuständigen Planungsbüro für die Haustechnik weiß, wurde der Auftrag zur Erschließung des Neubaus und die im gesamten Baugebiet Kalkofen an der Waldhohl vor etwa einem Jahr beauftragt. Dieser sei damals ohne Probleme angenommen worden. Dann begann es jedoch, etwas kurios zu werden. »Die Telekom hat wohl vergessen, das Baugebiet mit Glasfaser zu erschließen«, erklärt Baumann.

Erst in zwei Wochen

Dem Unternehmen sei das wohl erst später aufgefallen. Die gebrauchte Leitung musste schließlich vom Rathaus bis ins Baugebiet verlegen werden. Erst Mitte September seien die Arbeiten abgeschlossen worden. Baumann erhielt nun kürzlich eine E-Mail, dass die Anwohner in zwei Wochen mit ihrem Anschluss rechnen könnten. Das bestätigt auch ein Sprecher der Telekom. Die Verzögerungen seien laut dem Unternehmen aus vielfältigen Gründen entstanden. »Zwecks Anbindung des Neubaugebiets mit Glasfaser kam es bei der Trassenzustimmung und Absprachen zu Verzögerungen zwischen der Stadt Karben und der Telekom«, teilt das Unternehmen mit.

Weiterer Verzug sei dadurch entstanden, dass die Grundstücksgrenze zwischen öffentlichem Grund und privatem Grund nicht immer ersichtlich gewesen sei. Um die notwendigen Gehäuse und Verteiler zu stellen, habe ein Grenzfeststellungsverfahren eingeleitet werden müssen. Nun lägen alle nötigen Unterlagen und Daten vor und dem Anschluss stehe nichts mehr im Wege.

Kostenloser Stick

Trotz der monatelangen Verzögerung habe die Telekom die Bewohner in dieser Zeit nicht ganz im Stich gelassen. »Man muss der Telekom zugutehalten, dass jeder Bewohner ab dem Einzugsdatum kostenlos einen Stick erhielt, mit dem er ins Internet konnte«, sagt Baumann. Für die Wohnungseigentümerin Mahr ist diese Internetverbindung aber weniger wichtig.

Das fehlende Festnetz über mehrere Monate wurde für sie zur Belastung. Wegen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit sei Erreichbarkeit auf einem Festnetztelefon von hoher Bedeutung. Weil sie kein Smartphone, sondern nur ein Prepaid-Handy habe, bei dem sie immer eine Telefonkarte aufladen müsse, treffe es sie besonders. Jeder Anruf kostet. Rund 100 Euro habe sie ausgegeben, um telefonieren zu können. Sie wäre gerne bei ihrem alten Anbieter geblieben, das sei jedoch nicht möglich gewesen. »Die Telekom hat hier das Monopol«, ärgert sie sich. »Es gibt dabei keinen anderen Anbieter.«

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