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Jugendhaus: Alle sagen Ja

Einstimmig hat sich der Ortsbeirat Heilsberg am Donnerstag für das Christeneck als Standort eines Jugendhauses ausgesprochen. Doch es gibt auch Kritik wegen möglichen Lärms.
Interessiert: Jugendliche verfolgen die Sitzung des Ortsbeirats.	Foto: Beppo Bachfischer Interessiert: Jugendliche verfolgen die Sitzung des Ortsbeirats. Foto: Beppo Bachfischer
Bad Vilbel. 

Alle Fraktionen, CDU, SPD und Grüne, und Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP) betonten, die Entscheidung sei lange abgewogen worden. Die schnelle Realisierungsmöglichkeit und die Kombi aus Jugendhaus und Freiflächen auf dem 24 000 Quadratmeter großen Areal sprächen für das Christeneck.

Es wurde auch ein von allen Fraktionen gestellter gemeinsamer Antrag beschlossen. Neben den Anforderungen an das Gebäude beinhaltet er die Forderungen, "das Gebäude gegenüber der Nachbarschaft so abzuschirmen, dass die Anlieger möglichst nicht durch Lärmemissionen gestört werden sowie die Ausführungsplanung zeitnah im Ortsbeirat vorzustellen". Um eine rechtlich sichere Basis zu erhalten, beschloss der Beirat ebenfalls einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans. Dazu wird der Magistrat zu einer Veranstaltung einladen, in der Bedenken und Anregungen vorgetragen werden können.

Zum Außenbereich hatten SPD und Grüne einen Antrag eingebracht, neben der geplanten, 7000 Quadratmeter großen Dirtbike-Bahn andere Angebote zu ermöglichen.Nach etlichen Klarstellungen und Ergänzungen durch CDU, SPD und Fachbereich wurde einstimmig festgelegt, der Dirtbike-Bereich solle nicht über die derzeitige Planung hinaus erweitert werden. Für den Rest solle die Jugendpflege eine Planung erarbeiten, die verschiedene Ballsportarten und andere Freizeitmöglichkeiten berücksichtigt. Dieses Konzept sei dem Ortsbeirat vorzustellen.

Das Christeneck ist 48 000 Quadratmeter groß. Davon muss die Stadt, so der Regionalverband, die Hälfte als ökologische Ausgleichsfläche für den Bau des neuen Schwimmbades einbringen. Diese Hälfte wollten SPD und Grüne als Parkanlage mit Boulebahn sowie einer Hundewiese gestalten. Bedenken äußerten Erster Stadtrat Jörg Frank (CDU) wegen des Pflegeaufwandes sowie Jens Völker (CDU) wegen Bodenversiegelung und "Hundekacke neben dem Jugendgelände". Man einigte sich auf einen Prüfantrag, der die Kostenfrage klären soll.

Mit Enttäuschung und dem "Gefühl, über Jahre vergackeiert worden zu sein", reagierten Anwohner des Christenecks im Bürgergespräch auf die Beschlüsse. Wegen der Lärmbelästigung sei das Jugendhaus problematisch. Ortsvorsteher Christian Kühl (SPD) bedauerte, dass nach 15 Jahren Diskussion keiner "toll, endlich kommt etwas" sage. Herta Schweden (SPD), die lange für ein Jugendhaus kämpfte: "Dass nur Kritik kommt, verstehe ich nicht." bep

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