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Gefahr durch Bagger: Kurpark-Bäume stehen im Stadtparlament erneut im Fokus

Von 15 Bäume sind laut Bebauungsplan im Kurpark-West rund um die Baustelle Hallenbad und neue Stadthalle schützenswert, sie sollen auch während der Bauarbeiten durch besondere Vorkehrungen keinen Schaden nehmen. Doch das sehen die Grünen und die SPD als gefährdet an. Sie ärgern sich über eine Zurückweisung im Stadtparlament.
Hier liegen Leitungsreste: Die anderen schützenswerten Bäume im Kurpark sollen nun Zäune erhalten. Hier liegen Leitungsreste: Die anderen schützenswerten Bäume im Kurpark sollen nun Zäune erhalten.
Bad Vilbel. 

Per Eilantrag hatten die Bad Vilbeler Grünen am Dienstagabend im Stadtparlament gefordert, dass umgehend Vorkehrungen zu treffen sind, um groß gewachsene und damit erhaltenswerte Bäume im Kurpark-West zu schützen. Dort sind bereits die Bauarbeiten für den Abriss des Hallenbads und des Kurmittelhauses in vollem Gange. Doch von Schutz sei bislang nichts zu sehen.

Der Antrag schaffte es allerdings nicht auf die Tagesordnung. Denn die CDU-Fraktionsvorsitzende Irene Utter hatte sich zuvor bei den Stadtwerken erkundigt und dort die Auskunft erhalten, dass derzeit nur vorbereitende Arbeiten stattfänden. Sämtliche schützenswerten Bäume würden diesen Schutz auch noch erhalten. Dabei geht es dann etwa um Zäune, die verhindern, dass ein Bagger dem Wurzelwerk zu nahe kommt. Auch Baumaterialien sollen nicht direkt am Stamm abgelegt werden können.

Flatterband reicht nicht

„Dies war eine reine Fehlinformation“, betont der SPD-Stadtverordnete Klaus Arabin, der sich die Baustelle genau angesehen hat. Innerhalb der Bauzäune gebe es momentan keine Vorkehrungen, um die Bäume zu schützen. „Flatterband ist da wohl kaum ausreichend.“ Wie Arabin auch feststellte, werde außerhalb des Bauzauns sehr wohl mit Baggern um die Bäume gekurvt, oder die Bäume würden als Stütze von Arbeitsteilen benutzt.

Die SPD fordert die Stadt dazu auf, unverzüglich sicherzustellen, dass sämtliche Bäume, die als schützenswert gekennzeichnet sind, vor Beschädigungen durch die Bauarbeiten zu sichern sind. „Ich kann nicht verstehen, wie Utter diese Behauptungen aufstellen konnte, wenn sie nachweislich nicht zutreffen“, wundert sich die Stadtverordnete Mirjam Fuhrmann.

Die SPD habe immer wieder betont, dass möglichst viele Bäume erhalten werden müssten, dies sei auch immer zugesagt worden. „Es wäre sehr schade, wenn die Stadt die bisher gute Zusammenarbeit in diesem Punkt durch Umsetzungsfehler so leichtfertig aufs Spiel setzen würde“, betont Fuhrmann.

Schutz kommt früher

Vor Ort präsentiert sich die Sache etwas anders. Sieben der geschützten Bäume liegen nördlich des Schwarzen Wegs, generell außerhalb der Baustelle. Drei Bäume liegen innerhalb des Bauzauns, derzeit allerdings besteht keine Gefahr, dass sie durch Baufahrzeuge beschädigt werden dürften. Einzig vier Bäume in der südwestlichen Ecke zur Nidda hin stehen im erweiterten Baustellenbereich, an einem liegen tatsächlich Leitungsreste. Drei weitere Bäume in diesem Gebiet wurden nicht als erhaltenswert eingestuft, sie sollen neu gepflanzt werden. Ein weiterer Baum befindet sich in der nordwestlichen Ecke an der Rampe zur Kasseler Straße. Auch hier besteht wenig Gefahr, in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

Irene Utter verwehrt sich deswegen gegen die Vorwürfe und hat erneut Rücksprache mit den Stadtwerken gehalten. Danach sagt sie: „Bäume, die als nicht erhaltenswert eingestuft wurden, sollen nach Möglichkeit trotzdem bleiben. Und der Baumschutz, der erst für die aktive Abrissphase in der ersten Juliwoche geplant war, wird nun auf kommenden Montag vorverlegt.“

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