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Lärmschutz und Tempolimits: Lauter Verkehr in Nidderau nervt die Bürger

Der Zustand der städtischen Straßen und Probleme mit dem Verkehr sind die Anliegen, die den Bürgern derzeit in Nidderau am meisten unter den Nägeln brennen. Bei der Bürgerversammlung gab es darüber große Diskussion.
Rund 200 Bürger sind zur Bürgerversammlung gekommen und stellen Fragen. Rund 200 Bürger sind zur Bürgerversammlung gekommen und stellen Fragen.
Nidderau. 

32 eingereichte Fragen, dazu noch ein halbes Dutzend spontane Anfragen: Das versprach viel Spannung unter den knapp 200 Zuhörern der jüngsten Nidderauer Bürgerversammlung. Doch bis auf einen kurzen Unmutsausbruch eines einzelnen Bürgers in Richtung Rathausspitze– „Sie müssen als Verwaltung auch mal etwas riskieren. Wozu sonst haben wir Sie gewählt?“ – blieb die Aussprache ruhig und sachlich.

Dieser Vorwurf wurde während der Diskussion um die Verlängerung des Lärmschutzwalls entlang der Umgehungsstraße laut. So beschwerten sich Anwohner der Saalburgstraße darüber, dass der Verkehrslärm von der Umgehungsstraße mittlerweile solche Ausmaße angenommen habe, dass Gesundheitsschäden zu befürchten seien.

Der gleich mehrfach wiederholte Einwand von Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD), dass die Stadt in diesem Falle nicht Herr des Geschehens sei, sondern die übergeordneten Behörden des Landes und der Polizei, weil es sich um eine Bundesstraße handele, trug nicht zur Beruhigung bei.

Lärmschutzwall schaffen

Dann solle die Stadt doch von sich aus einen Lärmschutzwall bauen, wenn die zuständigen Behörden kein Einsehen hätten, so ein Zwischenruf. Doch aus Sicht der Stadt ginge das nicht, weil sie sich an Recht und Gesetz halten müsse und kein Präzedenzfall geschaffen werden dürfe, es fehlten die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Schutzwall. Schultheiß versprach aber, dass es erneut zum Ortstermin mit Verantwortlichen der Landesstraßenbehörde Hessen Mobil als Straßenbaulastträger kommen werde.

Ähnliche Probleme trugen Anwohner der Büdinger Straße und der Friedberger Straße vor. Sie machten den Vorschlag, ein Teilstück der Friedberger Straße zu einer abwechselnden Einbahnstraße umwandeln zu lassen. Der Vorschlag fand keine Unterstützung bei der Verwaltung: Auch im zurückgebauten Zustand handele es sich um eine Durchgangsstraße, bei der man den Verkehr nicht auf diese Art und Weise behindern könne. Mehrere Anfragen bezogen sich auf die Verkehrssituation auf der Konrad-Adenauer-Allee (wir berichteten): Das Tempolimit, so die Forderung, solle in diesem und anderen Bereichen auf 30 Kilometer pro Stunde gesenkt werden. Erneut musste Schultheiß passen – das könne die Stadt nicht allein entscheiden.

Investor für Eicher Areal

Neuigkeiten gab es dennoch. So konnte Bauamtsleiter Steffen Schomburg melden, dass die Stadt mittlerweile mit einem Investor für ein Gebiet jenseits der B 521 in Eichen verhandle, offensichtlich geht es nur noch um Feinabstimmungen. Fürs Neubaugebiet in Ostheim liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Ein Bürger erkundigte sich, wie es um die Kostenaufteilung bei der Sanierung der Bahnhofstraße bestellt sei, weil sich diese zur Durchgangsstraße mit sehr viel Verkehr entwickelt habe. Als Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) die Möglichkeit einer hälftigen Aufteilung der Kosten andeutete, gab es Protest: Das sei nicht gerecht, weil der Verkehr längst über den innerörtlichen Verkehr hinausgehe. Daraufhin machte Vogel einen Rückzieher, die Sache sei noch nicht entschieden.

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