E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 24°C

Parlament stimmt Untersuchung zu: Leichtathletik-Anlage auf dem Heilsberg könnte doch noch saniert werden

Von Für die Leichtathletik-Anlage beim SSV Heilsberg scheint es doch noch eine Chance zu geben. Dafür sorgt ein Antrag der Freien Wähler im Stadtparlament, auch wenn er es nicht mehr in den aktuellen Nachtragshaushalt schaffen wird.
Laufen unter sportlichen Bedingungen ist hier nicht mehr möglich: Nun soll geprüft werden, ob die Bahn auf dem Heilsberg erneuert wird. Laufen unter sportlichen Bedingungen ist hier nicht mehr möglich: Nun soll geprüft werden, ob die Bahn auf dem Heilsberg erneuert wird.
Bad Vilbel. 

Nicht auf die Gegenliebe der meisten Schüler gestoßen sein dürfte der Cooper-Test, bei dem man innerhalb von zwölf Minuten eine möglichst weite Entfernung zurücklegen sollte. Die Kunst dabei liegt darin, seine Puste so aufzubewahren, dass man die Zeit durchhält, dabei aber auch nicht zu langsam zu laufen. Ein grundlegendes Kriterium zur Durchführung des Tests ist eine 400-Meter-Tartanbahn oder Vergleichbares. Die könnte es je nach Ergebnis eines Prüfauftrags des Stadtparlaments an die Stadtverwaltung auf dem Heilsberg geben.

Im Zuge der Beratungen zum Nachtragshaushalt: Er weist vor allem nochmalige Verbesserungen zum bisherigen Haushalt auf. Er schließt mit einem Zahlungsmittelüberschuss von knapp 18 Millionen Euro ab. Das Ergebnis ist so gut, dass die Kassenkredite zur Bestreitung laufender Ausgaben von 19 Millionen Euro auf null reduziert wurden. „Dieser Nachtrag ist hervorragend und bringt unseren Bürgern so viele Vorteile, dass man als verantwortungsvoller Stadtverordneter nur zustimmen kann“, lobt CDU-Fraktionschefin Irene Utter das Zahlenwerk und damit Kämmerer und Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU).

Beantragt die neue Leichtathletik-Anlage auf dem Heilsberg: Raimo Biere. Bild-Zoom
Beantragt die neue Leichtathletik-Anlage auf dem Heilsberg: Raimo Biere.

Auch wenn die Nachbesserungen vor allem der Vorbereitung auf den Hessentag mit 550 000 Euro für das laufende Jahr geschuldet sind, bieten die Beratungen Gelegenheit, noch einmal besondere Projekte nachträglich in den Haushalt einzuführen.

Das wird der Antrag von Raimo Biere (Freie Wähler) zwar nicht mehr schaffen. Doch hat sich das Stadtparlament einstimmig für eine Prüfung ausgesprochen, was die Sanierung der Leichtathletikbahn auf dem Heilsberg kosten würde. Dabei ebenfalls in Betracht gezogen werden soll eine komplette Erneuerung durch eine
Tartanbahn.

Brandbrief an Stadt

Die Basis dieses Antrags bildet ein Antrag der Grünen in der jüngsten Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses. Dort hatte die Fraktion einen bereits älteren Antrag wieder aufgewärmt und eine neue Sportanlage für die Stadt gefordert. Die Fußballer allerdings seien gut bedient, hieß es dazu im Ausschuss, eine neue Anlage sei nicht nötig.

Jugendhaus verzögert, Kita-Musik fortgesetzt

Als „Ärgernis“ bezeichnet SPD-Fraktionschef Christian Kühl, dass sich der Bau des Jugendhauses auf dem Heilsberg weiter verzögert. Dies liegt aber daran, dass es für das Haus noch immer kein Baurecht gibt.

clearing

Doch der Ausschussvorsitzende Jens Völker (CDU) machte dabei auf ein Anliegen aufmerksam, das den früheren Heilsberger Ortsbeirat schon länger beschäftigt. Bereits vor zwei Jahren hatte sich die Ernst-Reuter-Schule auf dem Heilsberg darüber beschwert, dass die Leichtathletikanlage am Sportfeld nicht mehr gepflegt werde und verfalle. Der SSV Heilsberg hat keine eigene Leichtathletik-Abteilung und benötigt die Bahn seit dem Bau der neuen Halle nebenan nicht mehr.

Doch die Rektorin der Grundschule Gabriele Weiß hat schon damals einen Brandbrief an die Stadtverwaltung geschrieben und um Ausbesserung gebeten. Die Grundschüler benötigten die Bahn für den Sportunterricht, die eigene Halle reiche nicht aus.

Auch für die Bundesjugendspiele werde die Bahn, die nun mit Bodenwellen und Gras übersät ist, benötigt. Die Stadt als Eigentümerin hatte aber beschlossen, Gras über die Sache wachsen zu lassen. Denn seit einem Verbot für chemische Unkrautvernichter auf Sportanlagen könne man des Bewuchses auf der Aschenbahn nicht mehr Herr werden.

Zuvor allerdings soll noch der benachbarte Kunstrasenplatz erneuert werden (wir berichteten). Denn die einzige Zufahrt für schwere Fahrzeuge besteht über die Laufbahn. Danach aber könnte eine Neuplanung zum Zug kommen. Allerdings muss das Parlament dem Prüfergebnis und den mit dem Projekt verbundenen Kosten dann noch einmal zustimmen.

Finger in die Wunde

Wie Biere in seiner Antragsbegründung ausführt, wollte er eigentlich nur 40 000 Euro für die Instandsetzung einführen. Doch wenn das Niddasportfeld einmal nicht zur Verfügung stehen sollte, benötigten die Vereine und Schüler eine Ausweichfläche.

Auch für das jährliche Sportabzeichen und Vorbereitungen der Feuerwehren auf Wettkämpfe werde eine solche Anlage benötigt. Deswegen sollen nun auch die Kosten für eine neue Tartanbahn samt Drainage ermittelt werden. Das unterstützt auch Christian Kühl von der SPD. „Schade, dass man die Verantwortlichen erst auf dieses Thema stoßen muss“, sagt er und verweist auf die Aufgabe der Opposition, den Finger in die Wunde zu legen. Auch wenn die SPD diesmal zum Nachtragshaushalt viel Lob äußere.

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen