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„Speedmarathon“: Morgen wird in der Wetterau geblitzt

Von Mit dem europaweiten Verkehrsaktionstag „Speedmarathon“ am morgigen Mittwoch rufen die hessische Polizei und teilnehmende Kommunen die Gefahren und Folgen zu schnellen Fahrens ins Bewusstsein. Zwischen 6 und 22 Uhr geraten Raser verstärkt ins Visier der Geschwindigkeitsmesser.
Messen, anhalten, belehren: Morgen gibt es Geschwindigkeitskontrollen, so wie hier in Bad Vilbel. Archivfoto: Kopp Messen, anhalten, belehren: Morgen gibt es Geschwindigkeitskontrollen, so wie hier in Bad Vilbel. Archivfoto: Kopp
Bad Vilbel/Karben. 

Wer zu schnell fährt, tut dies oft bewusst und kalkuliert, so jedenfalls eine Einschätzung der Polizei. Nicht so gerne ins Kalkül aufgenommen werden hingegen die Folgen, die aus zu schnellem Fahren resultieren.

Denn nur sieben Prozent der Unfälle basieren auf zu schnellem Fahren. Doch blickt man auf Unfälle mit Personenschäden, so schnellt der Anteil der temporelevanten Unfälle auf 15 Prozent hoch. Die Polizei nimmt dies zum Anlass, morgen an mehr als 300 Messstellen in Hessen Raser anzuhalten. Die müssen dann nicht nur die entsprechende Strafe bezahlen. Vor allem werden sie von den Beamten auf die Folgen zu schnellen Fahrens hingewiesen. Rund 700 Polizisten und Mitarbeiter der teilnehmenden Kommunen kommen zum Einsatz.

Vorwürfen auf Abzocke begegnet die Polizei, indem sie schon vorab bekannt gibt, wo morgen Blitzer stehen. So sollten Autofahrer in Bad Vilbel in den verkehrsberuhigten Bereichen und in der Frankfurter Straße mit Kontrollen rechnen.

Auch Autobahnen betroffen

In Karben ist das gesamte Stadtgebiet genannt, Schwerpunkte liegen etwa in der Alten Heerstraße in Petterweil und in der Klein-Karbener Straße in Rendel. Ebenso kontrolliert wird das Friedberger Stadtgebiet, in Bad Nauheim sind die Gesamtstadt und explizit die Frankfurter Straße genannt. In Rosbach steht ein Blitzer an der L 3352 in der Nähe von Rosen-Paduch zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim.

In Büdingen stehen die B 457/Industriestraße im Fokus der Beamten, ferner die Brunostraße und der Kaiserweg in Düdelsheim. Ebenfalls betroffen ist die B 521 in Altenstadt. Weiterhin gibt es Kontrollen auf den Autobahnen in der Region. Nidderau, Schöneck und Niederdorfelden sind laut Polizei nicht betroffen.

„Betrachtet man die Unfälle in Hinblick auf die Schwere der Folgen, nimmt die Hauptunfallursache Geschwindigkeit deutlich zu: Bei gut einem Viertel der Schwerverletzten hat nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit zur Unfallentstehung beigetragen, bei Getöteten war dies bei mehr als einem Drittel der Fall. Damit ist Geschwindigkeit mit deutlichem Vorsprung die Hauptursache bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten“, schildert die Wetterauer Polizeisprecherin Sylvia Frech.

Zu eilig unterwegs

Während innerorts das Gros der Zusammenstöße lediglich Sachschäden zur Folge habe, nähmen auf Autobahnen und Landstraßen die schweren Unfallfolgen wegen der deutlich höheren Geschwindigkeiten zu. Machten Verkehrsunfälle auf Landstraßen im vergangenen Jahr zwar etwa nur 24 Prozent am Gesamtunfallaufkommen in Hessen aus, so verloren 124 Menschen dabei ihr Leben, das entspricht einem Anteil von 59 Prozent aller 2017 im Straßenverkehr verstorbenen Menschen. Innerorts kehrt sich das Verhältnis um: Etwa 64 Prozent der Unfälle geschehen innerhalb geschlossener Ortschaften, dabei starben im zurückliegendem Jahr 53 Menschen (25 Prozent).

Frech macht klar: „Tempolimits sind keine Empfehlung! Mit dem Druck auf das Gaspedal beeinflusst jeder Verkehrsteilnehmer die Sicherheit im Straßenverkehr und damit die Lebensqualität aller.“

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