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Planung: Neue Kita: Kinder erhalten endlich feste Bleibe

Die Pferdekoppel gegenüber, der Spielplatz gleich nebenan. In ruhiger Feldrandlage wird die neue Kita in Burg-Gräfenrode entstehen. Der Auftrag für den Rohbau ist nun vergeben worden. Und bald ist Spatenstich.
Karben. 

Kinder, die in Burg-Gräfenrode in die Kita gehen, leben in einem Provisorium. Denn die ehemaligen Räume der Stadtbücherei hinter dem Mütter- und Familien-Zentrum sind nur eine Notlösung. Die war notwendig geworden, nachdem die Kita in der Oberburg wegen der defekten Elektrik keine Betriebserlaubnis mehr erhalten hatte. Und die Erlaubnis zum Betrieb der Kindertagesstätte in der alten Bücherei ist seitens des Wetteraukreises zunächst ebenfalls nur vorläufig erteilt worden.

Doch die Befristung ist jetzt aufgehoben worden. Das hat seinen guten Grund. Die Stadt hat dem Wetteraukreis als Genehmigungsbehörde nämlich die Pläne für eine neue, moderne und größere Kita vorgelegt. Die sollte eigentlich ursprünglich neben der Oberburg entstehen. Doch die dortige Hanglage machte den mehrteiligen Bau komplizierter und teurer. So wird er jetzt am alternativen Standort gebaut: an der Freihofstraße.

Bolzplatz muss weichen

Der Karbener Architekt Ulrich Felber hat die Ausschreibung und Bauleitung inne. Zusammen mit dem Technischen Leiter des Kommunalen Immobilienmanagements, Harald Kirch, sowie Erstem Stadtrat Friedrich Schwaab und Bürgermeister Guido Rahn (beide CDU) hat er dieser Zeitung  jetzt die Pläne vorgestellt.

Der Bolzplatz muss weichen, an seine Stelle und auf die Freifläche davor soll die neue Kita gebaut werden. Auf dem knapp 3000 Quadratmeter großen Grundstück wird das Gebäude mit einer Grundfläche von 700 Quadratmetern entstehen. »Wir planen ein Haus für drei Gruppen«, sagen die Verantwortlichen. Die »Urpläne« stammen übrigens von Zaklina Vlaski, die von Haus aus Architektin ist, aber in der Stadtverwaltung eine andere Aufgabe hat, gelegentlich jedoch ihre Fachkenntnisse einsetzt, wie hier bei der Kita.

Der eingeschossige Bau hat nach Angaben von Architekt Felber einen Mehrzweckraum, der höher ist als die Gruppenräume. Insgesamt entstehen drei Gruppenräume, einer davon für die U3-Betreuung. Das Ganze ist so konstruiert, dass die ganz Kleinen links neben dem Zugang fast einen eigenen Bereich haben. Rechts davon gibt es die beiden Gruppenräume für die Kita-Kinder sowie den Mehrzweckraum.

Mit Pool zum Planschen

Auch die Nebenräume sind natürlich eingeplant. »Für den Sanitärbereich überlegen wir noch einen Pool-Bereich zum Planschen, analog dem der Kita am Breul«, sagt Felber. Das sei als Wunsch seitens der Eltern an die Stadt herangetragen worden.
Laut Felber soll es in der Kita keine Klimaanlage geben, sehr wohl aber eine Kühlung der Räume und einen Sonnenschutz. »In den Kitas war es in diesem Sommer sehr heiß«, weiß Bürgermeister Rahn. Da mit weiteren heißen Sommern gerechnet wird, wolle man in dem Neubau die Kinder und Erzieherinnen vor zu großer Hitze schützen.
Insgesamt sollen in Burg-Gräfenrode zwölf U3-Plätze sowie 50 Plätze für Kindergartenkinder entstehen. »Wir schaffen damit 40 neue Plätze«, betont das Stadtoberhaupt. Denn die Nachfrage nach Betreuung steige, auch aus den Nachbarkommunen wie etwa Niddatal.

Architekt Felber hat kürzlich die Rohbauarbeiten ausgeschrieben und sieben Angebote erhalten. Der Zuschlag wurde an eine Firma für 400 000 Euro vergeben. Das sei nur ganz leicht über den Berechnungen, sagt Harald Kirch. »Aber damit können wir leben«, betont der Bürgermeister, der die Gesamtkosten auf rund 1,5 Millionen Euro beziffert. Das Land Hessen beteiligt sich mit etwa 320 000 Euro.

Weil der Zuschlag zum Rohbau erteilt wurde, kann es nun losgehen. Am Montag, 22. Oktober, erfolgt um 11 Uhr der offizielle Spatenstich. Ab dann sollen, voraussichtlich bis Januar, die Rohbauarbeiten erfolgen. Danach geht es an den Innenausbau. »Bis zum neuen Kindergartenjahr am 1. August wollen wir alles fertiggestellt haben«, sagen die Verantwortlichen. Auch der Spielplatz soll neu gestaltet werden. Erste Ideen für neue Geräte gibt es schon. Während hier noch an den Feinheiten gearbeitet wird, steht die konkrete Postadresse für die neue Einrichtung derweil schon fest: Freihofstraße 22.

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