E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 28°C
2 Kommentare

Nachlass des Bäderkönigs: Ohne Erbschein kein Kombi-Bad in Bad Vilbel

Von Bäderkönig Josef Wund ist im Dezember bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen, doch die Hoffnung auf Fortführung seines Vermächtnisses hat man bei dem potenziellen Erben, der Josef-Wund-Stiftung, noch lange nicht begraben. Auch wenn die Stiftung noch immer nicht handlungsfähig ist.
Ob’s so kommt, wie einst erträumt? Bis aus einem solchen Modell für das geplante Bad Vilbeler Tropenparadies Wirklichkeit wird, dürfte es dauern. Seit der Investor im Dezember starb, wartet die Stadt auf eine Lösung. Ob’s so kommt, wie einst erträumt? Bis aus einem solchen Modell für das geplante Bad Vilbeler Tropenparadies Wirklichkeit wird, dürfte es dauern. Seit der Investor im Dezember starb, wartet die Stadt auf eine Lösung.
Bad Vilbel. 

Über acht Monate sind seit dem Tod des Bäderinvestors Josef Wund ins Land gezogen, Zeit, in der in der Nähe des Bad Vilbeler Schulzentrums schon lange die Bagger rollen sollten, um hier das Tropenparadies mit Hotel, Rutschen- und Saunawelt sowie dem neuen städtischen Hallenbad zu errichten. Doch noch sind dem potenziellen Erben Wunds die Hände gebunden. Hoffnung gibt es allerdings.

Denn nach derzeitigem Stand wird die von Wund zu seinen Lebzeiten gegründete Stiftung das Alleinerbe antreten. Das zuständige Amtsgericht Tettnang bei Friedrichshafen, der Firmenzentrale von Wund, hatte bestätigt, dass nur die Stiftung einen Erbschein beantragt hatte.

Trotz aller Priorität, mit der der Multimillionen-Euro-Nachlass behandelt wird, wurde der Erbschein noch nicht ausgestellt. Grund dafür ist eine Notariatsreform in Baden-Württemberg, die die Gerichte über Monate blockiert (wir berichteten).

Banken bei Laune halten

Zeit, in denen Banken und andere Investoren bei Laune gehalten werden müssen. Deswegen ist Christoph Palm, Geschäftsführer der Stiftung, den Geldgebern auch für ihre Geduld überaus dankbar. „Wir fühlen uns Josef Wund in dessen Sinne verpflichtet“, sagt Palm und bezieht sich dabei auch auf den geplanten Bau in Bad Vilbel. Dennoch gibt es Komplikationen.

Denn die Stiftung selbst dürfe nicht ins unternehmerische Risiko gehen. Deswegen habe Wund nicht nur die gemeinnützige Stiftung ins Leben gerufen, sondern auch eine GmbH mit dem sperrigen Namen „Josef Wund Testaments-Vollstreckung“. Während die Stiftung das Vermögen des Verstorbenen in strategischen Anlagen weiterentwickle, liegen bei der GmbH Entscheidungen etwa für Neubauten. „Ansonsten würde es einen Interessenskonflikt geben“, erläutert Palm dazu.

Aber ganz so komplex soll die Geschichte dann doch nicht werden. Für die GmbH wurden bereits im Vorfeld Personen ausgewählt, die Wunds Vorhaben weiter befördern wollen. „Doch dafür brauchen wir den Erbschein, schwarz auf weiß“, macht Palm klar. Mit den anderen potenziellen Erben – „soweit bekannt“ – habe man sich verständigt, um dem Wunsch Wunds, dass die Stiftung alleiniger Erbe wird, entsprechen zu können. Danach allerdings könnten weitere Entscheidungen recht zügig vonstatten gehen, „wir sind in den vergangenen Monaten nicht untätig gewesen“, unterstreicht Palm.

Permanenter Kontakt

Auch wenn er zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Details dazu nennen möchte, ob das Bad Vilbeler Projekt in den bislang bekannten Dimensionen fortgeführt werden kann oder nicht. „Wenn wir den Erbschein haben, gehen wir in die Entscheidungsfindung.“ Dazu bestehe auch weiterhin „permanenter Kontakt“ mit den handelnden Personen vor Ort, vor allem Stadtwerke-Betriebsleiter Klaus Minkel. „Wir haben ein hohes Interesse daran, dass es weitergehen kann“, bekräftigt Palm.

Optimismus, den Klaus Minkel uneingeschränkt teilt: „Wir sind auf einem guten Weg, haben verschiedene Handlungsoptionen. Es wird auf jeden Fall ein großes und wunderbares Bad für Bad Vilbel geben“, ist er überzeugt.

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen