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Pendler-Flüche in Vilbel - doch Berufsverkehr lief fast problemlos

„Scheiße“ war das meist gebrauchte Wort am Donnerstagmorgen am Bad Vilbeler Südbahnhof, dem Tag eins des großartig angekündigten Bahnstreiks. Dabei lief es im Berufsverkehr fast problemlos.
Impression vom Bahnhof Vilbel-Süd. Foto: Hannes Mathias Impression vom Bahnhof Vilbel-Süd. Foto: Hannes Mathias
Bad Vilbel.  Morgens um 8.20 Uhr. Südbahnhof. Einige Berufspendler und eine Gruppe ausländischer Schüler, die zum Deutsch-Unterricht zum Frankfurter Südbahnhof wollen, warten auf die nächste S-Bahn. Ein doppelstöckiger Regionalzug rauscht durch. Kaum jemand am Bahnsteig nimmt Notiz davon. Eher schon blicken die Bahnkunden auf  eine Laufschrift am Bahnsteig, die da lautet: „Die S-Bahn nach Frankfurt um 8.36 Uhr fällt wegen des Streiks aus. Wir bitten um Entschuldigung“. Wenig später eine Lautsprecherdurchsage. Die weibliche Stimme informiert die Bahnkunden, dass die S-Bahn um 8.36 nicht kommt, „Wir bitten um Entschuldigung“.
Bilderstrecke Der längste Bahnstreik aller Zeiten ist angelaufen
Der Tarifstreit zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn eskaliert. Aktuell ist der längste Streik des Unternehmens im Gange. Insgesamt fünf Tage lang wollen die Lokführer die Arbeit niederlegen und erst Montagmorgen soll der normale Betrieb wieder aufgenommen werden. Fotos: dpa (17), Chris Christes (13), Rainer Rüffer (6), Sascha Braun (6)Tag 2 im Bahnstrreikt: Schon morgens gegen sieben Uhr staut sich am Freitag in Frankfurt der stadteinwärts fließende Verkehr auf der Friedberger Landstraße im Norden der Mainmetropole. Foto: Frank RumpenhorstNachdem das Arbeitsgericht Frankfurt der Einstweiligen Verfügung nicht stattgab, geht der Streik der Lokführer weiter.
Bewegung kommt in die Schar der Wartenden. Sie verlassen den Bahnsteig über die Brücke Richtung Bushaltestelle Kasseler Straße.

Kaum haben die, die der Ansage glaubten, den Südbahnhof verlassen, läuft die S-Bahn ein. Sie ist pünktlich. Es ist 8.36 Uhr. Die nächste S-Bahn fährt dann regulär um 8.46 Uhr.  Und 8.44 Uhr trifft dann auch der 30er Bus an der Haltestelle ein mit Ziel Hainer Weg in Frankfurt.

Szenenwechsel. Kurz vor neun Uhr  am „Nordbahnhof“. Gerade ist das „Stockheimer Lieschen“ eingetroffen und fährt nicht, wie im regulären Fahrplan vorgesehen, zum Frankfurter Hauptbahnhof weiter. Die Passagiere müssen aussteigen. Es geht treppab, treppauf, denn auf Gleis 8 wird die reguläre S-Bahn nach Frankfurt angekündigt. Die „normalen“ Fahrgäste, verstärkt durch den Pulk aus dem Wetterauer Osten, steigen in den Zug ein. Kein großes Problem.
Dass es im morgendlichen Berufsverkehr des Donnerstag doch relativ reibungslos lief, war noch am Mittwochabend nicht abzusehen. Die Deutsche Bahn hatte im Internet angekündigt, dass etwa reguläre Züge um 7.16,  7.27 Uhr, 7.45 Uhr und 7.58 Uhr am Donnerstag ausfallen werden. Ersatzverkehr mit Bussen und Regionalzügen wurde unter Vorbehalt möglicher Änderungen angeboten. Wer dann Donnerstagmorgen dasselbe Portal aufrief, fand die Ausfall-Vermerke nicht mehr und konnte sich eigentlich wie normal auf den Weg zum Bahnhof machen. Oft genug klappte die Verbindung ja dann auch.  hgm
 
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