E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 27°C

Reporter erforschen die Festspiel-Burg

Bad Vilbel. 

„Da standen zwei Leute auf der Bühne und drei, die zugeschaut haben“, berichtet ein Junge. „Das nennt man Probe“, erwidert Burgfestspiel-Dramaturgin Ruth Schröfel. Gerade sind die Schüler der Klasse P4D b der Europäischen Schule Rhein-Main (ESRM) aus Dortelweil ganz leise am giftgrünen Bühnenbild für das Dschungelbuch vorbeigelaufen. Dort übt eine Choreographin Schrittfolgen.

Die Schüler sind nicht zum Schulausflug, sondern aus professionellem Interesse vor Ort, um für das Projekt „Zeitung in der Grundschule“ (Zing) der FNP hinter die Kulissen des Theaterbetriebs zu blicken. Lehrerin Natalie Lengle hatte den Besuch gut vorbereitet. Lange Fragebögen wurden erstellt, alle in Gruppen eingeteilt, um als Redakteure, Fotografen, Beobachter oder Mitarbeiter auszuschwärmen – vorbei am Burgtor mit dem Schild „Proben Eintritt verboten!“

Von Kostümbildner Claus Stump erfahren sie in der Schneiderei das erste Geheimnis. „Im Stück ,Pünktchen und Anton’ gibt es die dicke Bertha, aber die Schauspielerin ist gar nicht dick.“ Deswegen schneidet er akkurat weiße Schaumstoffstücke zurecht, um Berthas Kostüme entsprechend auszupolstern.

Bild-Zoom

Aufmerksam notieren die Grundschüler viele Zahlen. Die 116 zum Beispiel. Sie steht für die Menge der für das Musical „Sugar“ benötigten Kostüme – weil die ziemlich oft gewechselt werden. Oben auf dem Palas werden die Kinder beim Blick auf den Burggraben abgelenkt: „Da unten – Enten, wie süß!“ Aber rasch konzentrieren sie sich wieder auf ihren Job, entdecken unter den Bohlen Kabel, die zu den Heizstrahlern der Sonnenschirme führen. „An Strom hatten die früheren Burgherren nicht gedacht“, merkt Schröfel an.

Die Dramaturgin muss aber passen bei der Frage „Wie viel von der Burg sieht noch so wie früher aus?“ Doch es gibt noch mehr Verblüffendes: Warum die Schreiner Segelschiffmotive fürs Bühnenbild brauchen, wie viele Leute sich bei den Proben in der Burg tummeln, warum Choreographen so wichtig sind – und mit welchem Scherz der Regie-Hospitant im vergangenen Jahr bei der Abschlussvorstellung von „Charleys Tante“ den Butler fast aus der Fassung brachte. Aber das verraten die Jungjournalisten erst in ihrem eigenen Artikel. dd

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen