E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 21°C

Sanierung macht Burg sicher

Von Für 185 000 Euro geht die Sanierung der Burg weiter. Undichtes, zum Teil bereits brüchiges Mauerwerk an Burgtor und Ostseite wird befestigt. Doch eine moosbewachsene Stelle bleibt unsaniert. Von Dieter Deul
Über dem Burgtor werden die brüchigen Mauern befestigt. Die Dachschräge wurde neu gebaut, darunter liegende Steine neu verfugt – zum Teil verbleit. Foto: Dieter Deul Bilder > Über dem Burgtor werden die brüchigen Mauern befestigt. Die Dachschräge wurde neu gebaut, darunter liegende Steine neu verfugt – zum Teil verbleit. Foto: Dieter Deul
Bad Vilbel. 

Bauarbeiter sind schon seit Jahren Stammgäste an der Burg. Auch jetzt sieht man sie wieder, unter anderem über dem Eingangstor. Dort sei das Mauerwerk mürbe, gar brüchig geworden, erläutert Vorarbeiter Uwe Strehle von der auf Denkmalschutz spezialisierten Baufirma Kramp & Kramp aus Lemgo. Die Oberseite der Mauer wurde komplett erneuert. Dabei, so Strehle, seien sogar Fliesen und Bauschutt als Verfüllung vorgefunden worden.

Bauschutt als Füllung

Die Dachschräge ist mit neuen Steinen gesetzt worden. Das sogenannte Krak-Gesims, das Mauerwerk unterhalb, sei in zwei großen Fugen verbleit worden, um es dauerhaft zu befestigen. Auch die übrigen Steine seien neu verfugt worden. An dem Mauerwerk habe sich schon Moos angesetzt und Gräserbewuchs, "da war alles lose oben", sagt Strehle. "Eine Sicherheitsmaßnahme", begründet auch Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann die Sanierung dort. Das marode Mauerwerk könne "dazu führen, dass was runterfällt". Über dem Mauerwerk sind in der Höhe Holzbalken sichtbar. Das ist die Befestigung für den Regenschutz, unter dem auch bei feuchter Witterung weitergearbeitet werden kann. Bei Frost muss jedoch pausiert werden. An der Ostwand, die an Außen- und Oberseite aufwendig saniert wurde, ist jetzt die Fugensanierung der Innenseite dran. Und als drittes wird die Mauer unterhalb des Palas bis hin zur Ostwand ausgebessert.

Die drei Stellen könnten bei gutem Wetter in acht Wochen abgearbeitet sein, schätzt Strehle. "Danach ist die Burg in weiten Teilen erstmal saniert", sagt Kunzmann. Weitere Baumaßnahmen seien vorerst nicht geplant. Es sei nun erst einmal "alles getan, was notwendig war."

Weiterer Bedarf

Dafür hat die Stadt 185 000 Euro in den Nachtragshaushalt eingestellt. Darin sind aber auch Abrechnungen für bereits ausgeführte Maßnahmen enthalten. Dennoch gibt es weiteren Bedarf. Sanierer Strehle zeigt das etwa zwanzig Meter lange Mauerstück zwischen dem Restaurationspavillon und dem Eingangsbereich, das komplett von Moos bewachsen ist.

Dort gebe es ebenfalls dringenden Sanierungsbedarf. Das Grundproblem: "Beton passt nicht auf Sandstein", erläutert Strehle. Der historische Sandstein sei bei der Sanierung in der Nachkriegszeit mit Beton überzogen worden. Doch die Materialien harmonierten nicht, wie man heute wisse. Die Folge, so Strehle: "Da läuft mehr raus, als reinlaufen kann." Im Mauerwerk sammele sich die Feuchtigkeit, "da besteht aus restauratorischer Sicht dringender Handlungsbedarf."

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen