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Schauspielunterricht für den Nachwuchs

Wie oft hört man bei Kindern den Berufswunsch Schauspieler? Nur wenige wissen aber, was alles eigentlich dahinter steckt. Passend zu den Burgfestspielen gab es deswegen dazu letzte Woche einen Theaterworkshop, der zum Schnuppern einlud.
Eine von vielen Stationen: Die Nachwuchsschauspieler üben richtige Schrittfolgen für den späteren Bühnenauftritt.	Foto: Ella Kiel Eine von vielen Stationen: Die Nachwuchsschauspieler üben richtige Schrittfolgen für den späteren Bühnenauftritt. Foto: Ella Kiel
Bad Vilbel. 

Nicht sehen, sondern auch wirklich fühlen – das sind die wichtigsten Punkte für die vier Betreuer des Theaterworkshops. Das Team, das unter anderem aus Schauspieler Andreas Krämer, Dramaturgin Ruth Schröfel, Choreograf und Musicaldarsteller Luigi Scarano und Theaterpädagogin Kerstin Sommer besteht, veranstaltete erstmals ein Theaterprogramm für Kinder zwischen zehn und 14.

In einer Woche lernten die 13 Teilnehmer, wie sich das Theatermachen anfühlt und probierten sich selbst dabei aus. Alle Stationen des Theaters werden dabei durchlaufen, vom Mikro, Text, Maske, Kostüm und Stimme bis zu mentalen Übungen als Vorbereitung. Dabei sind die täglichen sechs Stunden Schauspielunterricht für manche genug Zeit, um sich richtig auszutoben.

Romeo und Julia

Andere wiederum haben daran zu knabbern, wie die zehn Jahre alte Felina. Sie sagt: "Für mich war es manchmal ein wenig zu lang von der Zeit her, weil es einfach echt anstrengend war und vor allem die Konzentration nachgelassen hat."

Gegenstand des Workshops ist "Romeo und Julia" von William Shakespeare. Ein etwas zu schweres Werk für Kinder bis 14 Jahre, könnte man denken. Allerdings haben die jungen Schauspielschüler keine Probleme, sich mit den Teilen aus Shakespeares Werk auseinanderzusetzen. Die Mischung aus Tanz und Schauspiel mit vielen Gesprächen zwischendurch sind der Schlüssel.

Abgesehen davon geht es nach Ruth Schröfel auch eher um den Inhalt wie die erste Liebe, Versöhnung oder Trauer als die Form der Sprache. Pädagoge Andreas Krämer dazu: "Die Kinder erarbeiten hier alles selbstständig. Das ist für uns in der Arbeit eigentlich am Wichtigsten, dass die Kinder Raum für eigene Ideen haben und wir sie das auch umsetzen lassen. Das hat perfekt geklappt." Neben dem Unterricht stehen Vorstellungen von "Arsen und Spitzenhäubchen" und "Kiss me, Kate" auf dem Programm, die besucht werden.

Einige haben Erfahrung

Dass es mehr Mädchen als Jungen geben würde, hätten sich die einzigen beiden männlichen Teilnehmer Dennis (12) und Robert (11) schon gedacht. "Das war aber auch nicht schlimm, wir haben uns vom ersten Moment an alle super verstanden. Das hat alles leichter gemacht und auch viel mehr Spaß."

Vorerfahrungen hatten einige schon durch Theater-AGs, Musicals oder Kirchenchöre, aber nicht jeder. Robert (11): "Ich habe noch nichts in der Richtung gemacht, bin gekommen, weil meine Eltern gesagt haben, ich habe Talent." An Selbstbewusstsein fehlt es ihm zum Glück nicht. Ein Beruf für die Zukunft sei das Theater aber für fast alle nicht, eher als Hobby, denn so anstrengend wollten sie es dann doch nicht haben. ek

(ek)
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