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Großeinsatz in Groß-Karben: Scheunenbrand in Karben unlöschbar: Es stinkt bis Frankfurt!

Der dichte Nebel in Frankfurt heute Morgen roch nicht überall frisch und feucht. In nordöstlichen Stadtteilen mischte sich der Geruch nach verbranntem Stroh darunter. Schuld ist ein unlöschbares Feuer in Karben. Das könnte noch wochenlang brennen.
Noch immer stehen 3.000 Stroh- und Heuballen in Flammen. Foto: Dominik Rinkart Noch immer stehen 3.000 Stroh- und Heuballen in Flammen. Foto: Dominik Rinkart
Frankfurt/Karben.  Mit frischer Morgenbrise lüften? Ein Ding der Unmöglichkeit für viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen Frankfurts von Nieder-Erlenbach über Preungesheim bis Seckbach und Bornheim, ebenso in Bad Vilbel und Karben. Denn der Mittwochmorgennebel war vielerorts mit Brandgeruch durchmischt.

Der Auslöser des Gestankes liegt 15 Kilometer von Frankfurt entfernt in Karben, der Nordwind blies ihn her. Am Stadtrand von Groß-Karben brennt seit Dienstagnachmittag eine große Feldscheune. Stroh und Heu auf einer Fläche von über 1600 m² fingen Feuer und brennen seitdem lichterloh. Insgesamt sind 3.000 Stroh- und Heuballen in der Scheune in Brand. Die Feuerwehr ist fast machtlos, denn der Brand scheint unlöschbar zu sein.

Zwar gelang es der Feuerwehr in der Nacht, etwas Stroh aus der Scheune zu befördern, erklärt Karbens Stadtfeuerwehrchef Thomas Bier. Doch im Rest des Gebäudes kokeln die Flammen weiter. Für die Feuerwehrleute ist es zu gefährlich, die Scheune zu betreten – denn sie ist einsturzgefährdet. Die Brandbekämpfer halten nun von außen mit dem Wasser auf die Flammen und kühlen das glühend heiße Dach.
Bilderstrecke Scheunenbrand in Großkarben
Scheunenbrand in Groß-Karben: Mehr als acht Löschfahrzeuge aus Karben, Friedberg und Bad Vilbel waren den ganzen Nachmittag im Einsatz. Gegen halb drei wurde das Feuer gemeldet. Fotos: Dominik RinkartAuf knapp einem dreiviertel Hektar brennt Stroh und Heu.Der Ertrag einer ganzen Saison fällt dem Feuer zu Opfer.


Doch sie können weitgehend nur zuschauen, wie die Ernte eines ganzen Jahres von Landwirt Harald Cost von den Flammen gefressen wird – laut Polizei rund 300.000 Euro Schaden. „Es wird  voraussichtlich noch bis zu zwei Wochen dauern, bis die Scheune ausgebrannt ist“, sagt Feuerwehrchef Bier. Er bestätigt, dass der Brandgeruch bis nach Frankfurt aus Karben stammt. Und er warnt: Solange das unlöschbare Feuer weiter brennt, müssen die Anwohner auch dort weiter mit Geruchsbelästigungen rechnen. Je nachdem eben, wie der Wind weht.

Er hatte in der Nacht so gedreht, dass die Rauchwolken Richtung Karben, in die Nachbarstadt Bad Vilbel und nach Frankfurt zog. Wegen des Nebels habe der Rauch nicht abziehen können und habe sich deshalb nah am Boden verteilt, sagt Thomas Bier. Im direkten Umfeld der Brandstelle empfiehlt die Polizei, die Fenster geschlossen zu halten. Dies diente jedoch nur einem prophylaktischen Schutz.

Heute früh folgte für die Bevölkerung die Entwarnung: Bereits wenige Meter neben der brennenden Scheune seien keine Schadstoffe mehr messbar, sagt der Feuerwehrchef. Für niemanden bestehe daher Grund zur Sorge. Aber der Geruch bleibt.
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