Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Naturschutz: Schleichverkehr am Pappelweg: Lösung gescheitert

Von Mit der Asphaltierung eines Feldweges mit Anschluss an den Niddaradweg schien eine Lösung des Schleichverkehr-Problems im Pappelweg gefunden zu sein. Doch die Naturschutzbehörde beim Wetteraukreis schiebt einen Riegel vor und warnt: Achtung, hier brüten mehrere Vogelarten!
Über diesen Feldweg wäre eine Anbindung vom Pappelweg an den Niddaradweg möglich gewesen, doch der Naturschutz sagt Nein zum Vorhaben. Über diesen Feldweg wäre eine Anbindung vom Pappelweg an den Niddaradweg möglich gewesen, doch der Naturschutz sagt Nein zum Vorhaben.
Bad Vilbel/Karben. 

Mit dem Ausbau eines 200 Meter langen Feldweges, der auf halber Strecke zwischen Dortelweil und dem Klein-Karbener Gewerbe nach Osten abzweigt und einen Anschluss an den Niddaradweg ermöglichen würde, wird es nun doch nichts.

Der Grund: Die Naturschutzbehörde beim Wetteraukreis hat die Asphaltierung des Weges untersagt, weil er durch ein Landschaftsschutzgebiet und die Ausgleichsflächen des benachbarten Golfplatzes führt – und weil dort Vögel wie der Kiebitz brüten. Jetzt also geht die Suche nach einer anderen Lösung des Problems Pappelweg von vorne los.

Landwirte beklagen Raserei

Bekanntlich wird dieser Weg, der eigentlich ausschließlich Spaziergängern, Radlern, Förstern und der Landwirtschaft offensteht, als kürzeste Verbindung zwischen Klein-Karben und Dortelweil auch von vielen Autofahrern als Schleichweg genutzt. Auch Pizza-Lieferdienste rasen über die Stolperstrecke, berichten Landwirte. Zwar wünschen sich vor allem die Radfahrer und Spaziergänger, dass der Pappelweg auf dem letzten Stück bis zur Stadtgrenze Karben endlich ausgebessert wird, dagegen aber sträubt sich die Stadt Bad Vilbel.

Die Verantwortlichen im Rathaus befürchten wohl zurecht, dass eine rüttelfreie Strecke zu noch mehr Schleichverkehr zwischen Klein-Karben und Dortelweil führen würde, als ohnehin schon fließt. Jörg Witzenberger von der Karbener Stadtpolizei beurteilt die Situation indes nicht so dramatisch. Seinen Beobachtungen zufolge gibt es nur wenig Schleichverkehr im Pappelweg. „So drastisch ist das nicht“, erklärt er.

„Wir waren froh, mit dem ,Bypass’ Feldweg eine passable und machbare Lösung für das Problem gefunden zu haben, das die Stadt seit Jahren beschäftigt, und das dem Ortsbeirat schwer auf der Seele lastet“, sagt Bad Vilbels Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU). Nach dem Veto der Naturschutzbehörde schließt er nun nicht mehr aus, dass das 630 Meter lange Teilstück bis zur Stadtgrenze doch noch ausgebaut wird.

Schranken wurden demoliert

„Aber nur, wenn wir eine Möglichkeit finden, den privaten Autoverkehr komplett auszuschließen“, sagt Wysocki. „Vieles ist schon probiert worden, aber als Hindernis aufgestellte Poller landeten im Feld, Schranken wurden demoliert“, weiß er. Mit der Entscheidung der Naturschutzbehörde sei jetzt leider eine gangbare Tür zugeschlagen worden, jetzt müsse eine neue Tür gefunden und geöffnet werden.

Es gebe weitere Vorschläge, das Problem zu lösen, die der Erste Stadtrat aber noch nicht benennen will. Darüber solle zuerst in der nächsten Sitzung der Verkehrskommission gesprochen werden. Wie bisher sollen der Kreis und die Stadt Karben in die Lösungsfindung eingebunden werden.

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse