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Schönecks Freie Wähler stehen alleine da

Alle Schönecker Kinder sollen eine Grundschule, nämlich die Friedrich-Ebert-Schule in Kilianstädten, besuchen. Das fordern die Freien Wähler. Sie stehen damit allerdings komplett alleine da, wie sich bei der Sitzung des Sozialausschusses herausstellte.
Die Friedrich-Ebert-Schule in Kilianstädten – für Oberdorfelder Schüler und ihre Eltern keine Option.	Foto: Jürgen W. Niehoff Die Friedrich-Ebert-Schule in Kilianstädten – für Oberdorfelder Schüler und ihre Eltern keine Option. Foto: Jürgen W. Niehoff
Schöneck. 

Lang und ausführlich wurde bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familie, Jugend und Kultur über den Antrag der Freien Wähler, die Schulbezirksgrenzen zu ändern, diskutiert. Derzeit besuchen rund 20 Grundschüler aus Oberdorfelden die Struwwelpeter-Grundschule in Niederdorfelden.

Die Freien Wählern sind jedoch der Ansicht, dass das Miteinander in einer Gemeinde bereits im Grundschulalter beginnt und dass deshalb, wie bereits in den 80er Jahren, die Oberdorfelder Kinder wieder in Kilianstädten unterrichtet werden sollten. Sie führen auch einen handfesten Grund an, nämlich dass die Oberdorfelder in Niederdorfelden offensichtlich nicht gern gesehen seien. Anders könne man den Beschluss der Niederdorfelder Gemeindevertretung wohl kaum verstehen, die vor kurzem beim Kreis beantragt habe, die Schulbezirksgrenzen so zu verändern, dass kein Schönecker Schulkind mehr nach Niederdorfelden gehe.

Der Kreis lehnt ab

Dieser Wunsch war vom Kreis als Schulträger jedoch abgelehnt worden (die FNP berichtete). Zudem betonte Harald Schramm, Schulleiter der Struwwelpeter-Schule, der genauso wie sein Kilianstädter Amtskollege Bernhard Engel zu der Sitzung geladen war, dass es keinerlei Kapazitätsprobleme mehr gebe und seine Schule sogar noch mehr Schüler aufnehmen könne.

Im Übrigen, so Schramm, habe der Antrag auf Änderung der Schulbezirksgrenzen offensichtlich einen Missverständnis beruht und sei inzwischen zumindest in Niederdorfelden aus der Welt geschaffen. Das bestätigte auch Bürgermeisterin Conny Rück (SPD), die mit ihrem Amtskollegen in Niederdorfelden, Klaus Büttner (SPD) die Angelegenheit klären konnte.

Mehr noch: "Von Seiten der Eltern sind uns bisher noch nie Sorgen zu Ohren gekommen, dass Oberdorfelder Schüler sich an der Struwwelpeter-Schule unwohl fühlten und lieber nach Kilianstädten wechseln wollten", berichteten übereinstimmend die beiden Schulleiter Schramm und Engel. Genügend Platz für weitere Schüler hätten jedenfalls beide noch an ihren jeweiligen Schulen. Deshalb sieht auch der Kreisschuldezernent Matthias Zach (Die Grünen) momentan keinen Handlungsbedarf.

Auch die Elternvertreter, die zu der Sitzung eingeladen worden waren, wollten das Ansinnen der Freien Wähler nicht mittragen. So erklärte beispielsweise eine Mutter, dass ihre Kinder mit dem Fahrradzur Schule in Niederdorfelden fahren würden und dass dieses problemlos funktioniere. Falls Kilianstädten die neue Grundschule für den Ortsteil werde, verlangten die Eltern einen Schulbus.

Kurze Beine, kurze Wege

Auch bei den Vertretern der übrigen Parteien gab es keine Zustimmung. "Kurze Beine, kurze Wege", fasste beispielsweise Konrad Höhler-Helbig (Grüne) seine Auffassung zusammen. Deshalb sehe er keinen Grund zur Änderung der Schulbezirksgrenzen. Dem stimmte SPD-Frau Claudia Ditzel zu. "In Zeiten, wo die Gemeindegrenzen ineinander übergehen und wir immer mehr zur kommunalen Zusammengehen aufrufen, sollten wir nicht auf dieser Ebene eine unnötige Baustelle aufmachen". Bei der Abstimmung stimmte schließlich nur noch FWG-Ausschussmitglied Tanja Zelenic für den Antrag.

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