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Wirtschaftspaten: Schüler der Europäischen Schule üben sich als Geschäftsgründer

Als Schüler Präsentationen und Vorträge zu halten, ist keine Seltenheit. Unüblich ist es aber, bei solcher Gelegenheit ihr eigenes Start-Up-Unternehmen vorzustellen, wie jetzt an der Europäischen Schule in Bad Vilbel.
Gewinner: Die Gruppe „Grammy“ machte mit ihrem Konzept eines schicken Restaurants den ersten Platz. Foto: LEIF PLATH Gewinner: Die Gruppe „Grammy“ machte mit ihrem Konzept eines schicken Restaurants den ersten Platz.
Bad Vilbel. 

Genau so gestaltete sich aber für Fünft- und Zehntklässler der Europäischen Schule Rhein-Main der vergangene Donnerstag. Nach sechs Projekttagen bildete dieser Nachmittag den Abschluss des Wirtschaftsprojekts, dass die Wirtschaftspaten an der Privatschule in Dortelweil veranstaltet hatten. Als „Ruheständler, die nach ihrem beruflichen Ende noch etwas sinnvolles machen wollen“, beschreibt der ehemalige Vertriebsleiter von Siemens, Peter Bauditz, diese Organisation. Seit vielen Jahren betreut sie neue Unternehmen, berät Firmen, die ins Straucheln geraten, und veranstaltet Jugendkurse wie den an der Europäischen Schule.

In vier Gruppen stellten die Schüler also ihre Produkte und Projekte vor. Dem aktuellen Trend der Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit folgend, waren darunter Sportschuhe mit wechselbarer Sohle, Biomülltonnen, die eigenständig Kompost produzieren, und Kerzen, die aus Soja statt aus herkömmlichem Paraffin bestehen sollten. Auch das Restaurant der späteren Gewinner-Gruppe wurde dabei vorgestellt. Ganze Websites und 3D-Modelle wurden gebaut und an der Leinwand gezeigt, auch Social-Media-Kampagnen waren geplant. Wenig erinnerte daran, dass sich Schüler diese Dinge nur ausgedacht hatten. Doch nicht nur die richtige Idee musste gefunden werden.

Genaue Kalkulation

Jede Gruppe stellte außerdem genaue Finanzberechnungen vor, die Miete, Lohn und alle anderen Kosten mit realistischen Preisen berücksichtigen mussten. So ergab sich bei einigen Gruppen ein komplexer Mehrjahresplan. Nach jeweils zehn Minuten, in denen die Gruppen ihre Visionen vermittelten, folgte eine Fragerunde von den Wirtschaftspaten. Zahlen wurden kritisiert, Konzepte hinterfragt und die Vorbereitung und Schlagfertigkeit der Schüler getestet. Belohnt wurden alle Teilnehmer mit Urkunden, die für spätere Bewerbungen einmal nützlich werden könnten. Außerdem wurden von der Jury der Wirtschaftspaten eine Platzierung festgelegt, bei der die Gruppen Geldpreise als „Startkapital“ gewannen.

Mit viel Teamgeist

Den Schülern und auch den Paten hatte das Projekt „großen Spaß gemacht“, wie immer wieder zu hören war. Peter Bauditz betonte mehrmals, wie motiviert und teamfähig die Schüler bei der Sache gewesen seien und beglückwünscht alle Teilnehmer. Zum Schluss betrat auch Schulleiter Tom Zijlstra die Bühne, mit einer – ganz im Geiste der Europäischen Schule – englischsprachigen Rede. Sehr zufrieden mit seinen Schützlingen, sprach er von den beeindruckenden Leistungen, die sie während dieses Projekts erbracht hätten. Dann erzählte er von seinen Visionen um die Gründung der Europäischen Schule. Von Zijlstra, als jemand, der sich mit dem Problem der Finanzierung für große Projekte auskennt, gab für die Schüler also ebenfalls Respekt und zudem den Rat, Träume zur Wirklichkeit werden zu lassen und leidenschaftlich zu verfolgen. Für Herausforderungen in ihrem weiteren Lebensweg fühlen sich die Schüler nach der Teilnahme an diesem Projekt jedenfalls gut gerüstet.

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