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Schüler haben Büchner im Visier

Von Er war ein Revolutionär und Freiheitskämpfer: Die Schüler der Klasse 8a des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) haben sich auf verschiedene Weise mit den Idealen und Zielen Georg Büchners (1813 – 1837) auseinandergesetzt. Die dabei entstandenen Ergebnisse zeugen von der Kreativität und Ernsthaftigkeit, mit der sich die Mädchen und Jungen mit dem Namenspatron ihrer Schule beschäftigt haben.
Die Schüler der Klasse 8a haben sich auf verschiedene Weise mit den Idealen und Zielen Georg Büchners auseinandergesetzt.	Foto: Susanne Krejcik Die Schüler der Klasse 8a haben sich auf verschiedene Weise mit den Idealen und Zielen Georg Büchners auseinandergesetzt. Foto: Susanne Krejcik
Bad Vilbel. 

"Es ist geplant, dass sich alle Schüler dieser Schule künftig intensiver als bisher mit Georg Büchners Wirken und Werk auseinandersetzen", erklärt Lehrerin Maike Wirth den Hintergrund der Aktion mit der 8a. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Susanne Hanel und Marion Vieth hat sie die Schüler angeleitet.

Zudem nimmt die Klasse teil am Projekt "mybuechner.de", zu dem die KulturRegion Frankfurt RheinMain anlässlich des 175. Todestages Büchners in diesem Jahr und seines 200. Geburtstages in 2013 alle Schulklassen in der Region aufgerufen hat.

Geburtsort besucht

Die Schüler sind am 19. April in das Projekt gestartet mit dem Workshop "Georg Büchner – im Geist der Freiheit" im Büchnerhaus in dessen Geburtsort in Riedstadt-Goddelau.

Am vergangenen Montag haben sie sich an einem Projekttag am GBG in Kleingruppen auf verschiedene Weise kreativ mit Zitaten und Schriften des Schriftstellers und Revolutionärs beschäftigt.

Eine Gruppe hat Büchners Flugschrift "Der Hessische Landbote" – in der er die Landbevölkerung unter dem Motto "Friede den Hütten, Krieg den Palästen" zur Revolution gegen die Unterdrückung aufgerufen hat – als Basis für Karikaturen gewählt. Alexandra (13) hat Büchner gezeichnet, der in einer Hand eine Hütte hochhält, während er mit dem Fuß auf einem Adelspalast steht – im Hintergrund sind demonstrierende Bauern zu sehen.

Die Schüler haben sich auch Gedanken zu Büchners Aufrufen zur Gewalt gemacht. So habe Gewalt im 21. Jahrhundert eine andere Dimension als zu Büchners Zeiten, gibt Anton (14) zu bedenken. "Heute gibt es Massenvernichtungswaffen, während damals Einzelne gegeneinander losgegangen sind – das war etwas anderes", sagt er. Andere Schüler haben Büchners Zitat "Moral ist, wenn man moralisch ist" mit entsprechender Farbe auf T-Shirts aufgemalt.

Eine unkonventionelle Annäherung an Büchners Ideen zur Freiheit haben Elif und Lea (beide 14) gewählt. Ihnen sei die Lebenswirklichkeit von damals sehr fern gewesen, sagt Lehrerin Hanel. Daher haben sie Büchners Gedanken zur Freiheit des Einzelnen in ihren Alltag übertragen.

Geschichten ausgedacht

Die Schülerinnen haben sich eine Geschichte ausgedacht, in der die unterschiedlichen Vorstellungen von Freiheit in verschiedenen Kulturen aufeinandertreffen. So will der Vater, ein gebürtiger Inder, der Tochter verbieten, einen Schulfreund zu treffen. Da Gespräche zu keinem befriedigenden Ergebnis für alle Beteiligten führen, trennen sich die Eltern und die Tochter bleibt bei der Mutter, mit der sie ihre Auffassung von persönlicher Freiheit teilt.

Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten beim Projekt sei für alle Schüler etwas dabei gewesen, sagen die Lehrerinnen. Beim dreiminütigen Kurzfilm hätten die Schüler mitgespielt, die sich gerne nach außen zeigen. "Indes konnten die Ruhigeren zeichnen oder schreiben", sagen Wirth und Hanel.

Die Ergebnisse der Schüler werden in Kürze unter www.mybuechner.de ins Internet gestellt.

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