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Sternsinger: Sie bringen Freude an die Haustür

Jahr für Jahr ziehen Kinder als Sternsinger durch Bad Vilbeler Straßen. Dabei machen die kleinen Könige ganz schön viel Strecke und müssen hin und wieder auch Rückschläge einstecken. Doch das stört sie nicht, denn es geht schließlich um den guten Zweck.
Viel Spaß haben die Kinder dabei, an Bad Vilbeler Haustüren zu klingeln und Lieder zu singen. Viel Spaß haben die Kinder dabei, an Bad Vilbeler Haustüren zu klingeln und Lieder zu singen.
Bad Vilbel. 

Bereits gegen neun Uhr Morgens trudeln die ersten Kinder und Jugendlichen im Gemeindehaus der Sankt-Nikolaus-Gemeinde in Bad Vilbel ein. Für die Eltern gibt es einen Kaffee, die Kinder werfen sich in ihre Kostüme. Annette Egtermeyer, Organisatorin der Sternsinger, blickt ernst auf einen Lageplan der Stadt. „Fünf bis sechs Gruppen werden heute in der Kernstadt unterwegs sein und insgesamt etwa 600 Adressen besuchen“, erläutert sie.

Insgesamt seien fast 40 Sternsinger beteiligt. „Es sind schon viele Vorbereitungen, die gemacht werden müssen“, weiß Gemeindereferentin Petra Bastian. Im November habe man bereits ein erstes Treffen veranstaltet, für die Kinder aus allen Stadtteilen.

Fast 40 Kinder

Denn die Nikolaus-Gemeinde organisiert auch die Sternsingerbesuche in Dortelweil und in Massenheim. Letzteren Vilbeler Stadtteil werden die Kinder heute und morgen besuchen. „Wer einen Besuch von den Sternsingern bekommen möchte, spricht die Gemeinde an. So können wir eine Liste machen, mit Adressen, die die Kinder ablaufen können.“ Zwei Tage lang brauchen die knapp 40 Kinder für die Bad Vilbeler Kernstadt, mittags wird gemeinsam gegessen.

„Das Essen spendiert uns der Rewe Kaffenberger in der Innenstadt und das Restaurant Il Sorriso stiftet Pizza“, erläutert Dörthe Heuschuch, eine der Mitorganisatorinnen.

Die Kommunionseltern würden sich außerdem um die Zubereitung des Mittagessens kümmern. Die 14-jährige Lina läuft schon bei den Sternsingern mit, seitdem sie neun Jahre alt war. „Es macht total viel Spaß, und man tut etwas Gutes“, findet sie. Dafür könne man ein paar Tage der Weihnachtsferien ruhig opfern. „Uns wurde einmal ,Helau’ zugerufen, und man hat uns auch schon die Türen vor der Nase zugeschlagen“, erinnert sie sich zurück.

“Aber die meisten Leute freuen sich total, wenn wir klingeln“, sagt sie. Dann zieht die erste Gruppe los. Vier kleine Könige mit Krone, Gewand und Stern – und Julia Braungardt und Sophia Bartl als Betreuerinnen. Sie sind beide Jugendmitarbeiterinnen der Gemeinde und behalten auf dem Weg durch die Stadt die Kinder und auch die Karte im Auge.

Wohltätige Organisationen

Die ersten zwei Adressen in der Parkstraße sind schnell gefunden, doch die Tür öffnet niemand. Dafür freut sich eine dritte Anwohnerin umso mehr über das vorgetragene Weihnachtslied und den Segenswunsch an der Tür.

Sie bestückt auch die Spendendose, die die Sänger den ganzen Tag über hüten: „Dieses Jahr gehen die Spenden an Organisationen, die sich gegen Kinderarbeit in Indien einsetzen“, erklärt Petra Bastian dazu. Doch würden auch die anderen Projekte aus den vergangenen Jahren weiter fortgeführt werden. Am 14. Januar werden die Sternsinger nach der Kernstadt und Massenheim auch noch den Stadtteil Dortelweil durchwandern.

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