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Stipendium: „So ein Austauschjahr ist wirklich klasse“

Leon Falk Schneider aus Bad Vilbel verbringt als Stipendiat des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) des Deutschen Bundestages ein Austauschjahr in den USA. Er wird in dieser Zeit von seinem Paten, dem Wetterauer CDU-Bundestagsabgeordneten Oswin Veith betreut, und berichtet über seine ersten drei Monate in Loomis.
Leon Falk Schneider (dritter von links) strahlt mit seiner amerikanischen Gastfamilie um die Wette (von links): Izzy, Gastmutter Jennifer, Gastvater Sam sowie Abby und Adam. Leon Falk Schneider (dritter von links) strahlt mit seiner amerikanischen Gastfamilie um die Wette (von links): Izzy, Gastmutter Jennifer, Gastvater Sam sowie Abby und Adam.
Bad Vilbel. 

„Ich bin nun schon fast drei Monate in den USA und muss sagen, es ist klasse. Nicht nur, dass ich eine entspannte Anreise hatte, auch meine Gastfamilie und die Leute in der Schule haben mich herzlich empfangen. In den ersten Tagen war alles ein bisschen komisch, aber ich denke, das ist normal, wenn man zum ersten Mal so viele neue Menschen trifft, die man dann ein Jahr lang um sich hat. Ich glaube, ich hätte keine bessere Gastfamilie bekommen können. Obwohl ich mein kleines Zimmer mit meinem 16-jährigen Gastbruder Adam teile, habe ich nicht das Gefühl, eingeengt zu sein. Auch habe ich noch zwei Gastschwestern: Abby ist zwölf und Izzy zehn Jahre alt.

Meine Gasteltern heißen Jennifer und Sam. Wir leben in einem kleinen Haus in Loomis. Das ist ein kleiner Ort im Nordwesten der USA im Bundesstaat Washington. Die nächste wirklich große und bekannte Stadt ist Seattle, die ungefähr fünf Stunden mit dem Auto entfernt ist. Ich besuche im Nachbarort die THS, das steht für „Tonasket High School“. Gleich am ersten Tag habe ich gemerkt, Schule ist so anders in Amerika: Du hast viel mehr Bezug zu deiner Schule, Du bist stolz, an dieser Schule zu sein, und Du freust dich darauf, deine Schule bei verschieden Sportevents zu vertreten. Du hast jeden Tag den gleichen, von dir ausgewählten Stundenplan und gehst täglich ins Training oder in einen anderen Kurs.

Ich habe mich für das Cross-Country-Training entschieden. Das heißt, ich renne täglich drei Meilen, das sind etwa fünf Kilometer, durch Wälder oder andere Strecken in der Natur. Mein normaler Wochentag startet um sechs und endet um 19 Uhr. Dazwischen bin ich in der Schule, mache Hausaufgaben und trainiere. Für Heimweh bleibt keine Zeit, und ich bin froh, dass ich abgelenkt werde und nicht ständig an zuhause denken muss. Da im Winter häufig Schnee liegt, findet kein Cross-Country-Training statt und ich kann mich zwischen Basketball und Wrestling oder für einen anderen Kurs entscheiden.

Mit der Sprache ist es witzig. Ich befinde mich gerade in einer Übergangsphase. Das heißt, ich denke noch weitestgehend in Deutsch, muss aber immer weniger bewusst übersetzen. Und wenn ich etwas länger Deutsch spreche, schleichen sich auch mal englische Wörter in meine Sätze ein. Im Unterricht habe ich nur stellenweise Probleme. Die meiste Zeit komme ich gut mit und habe kaum Schwierigkeiten mit den Aufgaben. Alles in allem war es eine super Entscheidung, das Auslandsjahr zu machen, denn das, was ich bisher hier erlebt habe, wie zum Beispiel den Zusammenhalt in der Schule bei einem Cross-Country-Rennen, ist atemberaubend. Meine Empfehlung ist deshalb: Wenn man die Möglichkeit und den Willen für ein Auslandsjahr in den USA hat, sollte man es unbedingt machen.“ red

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