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Kabarett: So war der Auftritt von Pigor und Eichhorn

Wenn Pigor und Eichhorn auf der Bühne sind, bleibt kein Auge trocken. Nun waren die beiden Kabarettisten in der alten Mühle zu Gast – und unterhielten das Publikum mit komischen bis skurrilen Songs.
Pigor und Eichhorn begeistern das Publikum in der Alten Mühle mit ihren skurrilen Songs. Pigor und Eichhorn begeistern das Publikum in der Alten Mühle mit ihren skurrilen Songs.
Bad Vilbel. 

„Baut den Palast der Republik wieder auf, das wäre für uns die absolute Härte“, dröhnt es durch den Saal der Alten Mühle. Thomas Pigor schlägt seinen Schuh immer wieder mit voller Härte im Takt auf den Boden. Mit dem Song gegen die „Westberliner Droschkenverliebtheit“ haben die beiden Musiker etwas aus ihrer Heimat mitgebracht.

Urkomisch und überspitzt, das macht das Duo Pigor und Eichhorn aus. Während Pigor singt, spielt Benedikt Eichhorn am Klavier. Das Ganze nennt sich „Salon Hip Hop“, den die beiden erfunden haben. Langweilig wird es dabei nie: Jeder Song ist abwechslungsreich und von Blues, Jazz bis zu Rock und Rap ist alles dabei. Stets begleitet wird dies von bissigem Humor. Dabei ist „keine Sicherheit vor Jazzakkorden“ garantiert. Das Programm ist damit eine Mischung aus den schönsten „Chansons des Monats“, die unter anderem bei SWR 2 und Deutschlandfunk laufen, und bissigen Kommentaren zur aktuellen politischen Situation.

Die Muttertagsvergesser

So zum Beispiel zum Song an die „Muttertagsvergesser“. „Das Kind hat der Mutter die Brust leergesaugt, schlimm, wenn es dann gar nichts taugt“, brüllt Pigor in das Mikrofon. „Dass der Muttertag belastet wär, des Führers Geburtstag feiert man ja auch nicht mehr“, singt er hinterher, ein Lachen geht durch das Publikum.

Ein besonderer Höhepunkt war ein überaus religionskritisches Lied, das mit „Statt Bücher auf Sanskrit, halte ich mich lieber an den alten Fritz“ beginnt. Stets mit Humor singt er „Gott ist tot“ und schiebt hinterher: „Die gute Nachricht ist, dass das jüngste Gericht dann auch verschoben ist.“

„Aber das ist nicht mein Ding, das Blasphemische an diesem Song ist der Swing!“, rappt Pigor und lässt die Hüften kreisen. Das kommt beim Publikum gut an. „Da verstehen die Gläubigen mal, wie sich ein Atheist beim Gospelkonzert vorkommt“, mein Pigor scherzend und bietet für die Gläubigen das alternative „Gott ist nicht tot“ zum Mitklatschen an. Nun singt und klatscht der ganze Saal.

Ebenfalls sehr skurril geht es beim „Burka-Song“ zu, bei dem sich Pigor ein ebensolches Kleidungsstück übergeworfen hat. „Manchmal bin ich untendrunter nackt, dann ist öffentliche Nacktheit auch kein Problem“, singt er.

Der Hund ist ein Genie

Das Kredo: Man solle sich über jede Religion lustig machen dürfen, denn eben „auch das Kabarett gehört zu Deutschland“.

Zuletzt gab es noch eine Ode an das beliebteste Haustier: den Hund. Der Song „Auch Tiere können irren“ wurde laut mitgesungen. „Auch Tiere können irren. Nur ein Hund weiß alles, irrt sich nie, sein Verstand, sein Genie!“, singt Pigor zu den Klaviertönen von Eichhorn, während er beschreibt, wie dumm eigentlich Tiere sein können, um jedoch immer wieder zum „Nur ein Hund weiß alles“ zurückzukommen.

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