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Plattform: Verein FreuNacht unterstützt Kinder aus sozial schwachen Familien

Von Es ist ein Zufall gewesen, dass sie sich kennengelernt haben. Es ist eine glückliche Fügung gewesen, dass sie beide aus der Marketingbranche kommen und eine Familie haben. Patricia Metzger und Ludwig Hoos, Vorstand des Vereins FreuNacht, setzten sich als hauptverantwortliche Initiatoren ehrenamtlich für Kinder von Harzt-IV- und Sozialhilfeempfängern ein. Gemeinsam berichten sie über die Gründungsphase und die Anfänge des Vereins.
Der Verein setzt sich dafür ein, dass auch Kinder aus sozial schwachen Familien Weihnachtsgeschenke erhalten. Der Verein setzt sich dafür ein, dass auch Kinder aus sozial schwachen Familien Weihnachtsgeschenke erhalten.
Schöneck. 

Rückblickend haben sie seit der Gründung des Vereins im Jahr 2008 viel Gutes getan. Patricia Metzger und Ludwig Hoos sind Familienmenschen, denen es wichtig ist, dass in der Gesellschaft Aktionen und Projekte initiiert werden, die sich auch an sozial schwache Familien richten. „2,5 Millionen Kinder leben Deutschland unter der Armutsgrenze“, sagt Hoos. Arme Kinder liegen ihnen besonders am Herzen, denn sie wissen, dass Festtage wie Weihnachten den Familien große Sorgen bereiten. Denn aus Geldmangel müssen die Eltern oft an den Geschenken sparen.

Um dem Nachwuchs zu helfen und den Eltern zu zeigen, dass die Gemeinde Schöneck eine starke Gemeinschaft ist, wurde im August 2008 in der Kommune die Kinderinitiative Freunacht ins Leben gerufen.

Anonymisierte Karten

Bereits im Vorjahr rief die Bundesregierung die Initiative „Lokales Bündnis für Familie“ ins Leben. Auch Schöneck ist diesem Bündnis beigetreten. Hoos und Metzger führten erste Gespräche mit der Kommune und involvierten 2009 auch die Nachbargemeinde Niederdorfelden in ihr Konzept. Aufgrund der guten Kontakte zum Marketing-Club konnte das Bankhaus UBS Deutschland mit Sitz in Frankfurt als Partner gewonnen werden. Im Gründungsjahr 2008 konnten bereits 30 Kinder in Schöneck beschenkt werden. Im Januar 2010 wurde aus der Kinderinitiative offiziell der Verein FreuNacht. Ein Jahr zuvor wurde Hoos Vorstand des Marketing-Clubs Frankfurt.

Patricia Metzger und Ludwig Hoos setzen sich für Kinder von Hartz-IV- und Sozialhilfeempfängern ein. Bild-Zoom
Patricia Metzger und Ludwig Hoos setzen sich für Kinder von Hartz-IV- und Sozialhilfeempfängern ein.

Seitdem sich Patricia Metzger und Ludwig Hoos 2007 auf der Straße vor dem Kindergarten in Kilianstädten begegneten und bei einem Stück Bananenkuchen ins Gespräch kamen, sind viele Dinge in Bewegung gekommen. „Wir wollten eine Plattform schaffen und eine Organisation gründen, um anderen Vereinen Hilfeleistungen anzubieten“, erklärt Hoos. Er beschreibt die Idee als Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen in verschiedenen Bereichen, die sich sozial engagieren wollen.

Er und Metzger haben gemeinsam ein Konzept entwickelt, indem sie anonymisierte Karten für die Abfrage von Weihnachtsgeschenken im Wert von 20 Euro gestalten, die über das Kommunale Center für Arbeit (KCA) in Gelnhausen an Bedürftige verschickt werden.

Info: Kontakt aufnehmen

Wer Kontakt zum Verein Freunacht aufnehmen möchte, kann sich melden unter Telefon (0 61 87) 6 05 90 70 oder E-Mail: info@freunacht.de.

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Die Abfrage, wie viele Familien hilfebedürftig sind, erfolgt bereits im August/September beim KCA. Dabei werden keine personenbezogenen Daten herausgegeben, nur die Anzahl der Familien und Kinder, die Unterstützung benötigen. Moralisch oder ethisch verwerfliche Wünsche werden nicht erfüllt.

Schönecks Bürger haben die Möglichkeit, Wünsche wie Spielzeug im Kaufhaus „Bill’s“ in Büdesheim und in „Mein Lädchen“ in Niederdorfelden zu erwerben. Der Verein stellt auch Spendenquittungen aus.

„In Spitzenzeiten hatten wir bis zu 1200 Pakete, im vergangenen Jahr waren es 80“, sagt Hoos. 2017 packten die Läden die Präsente erstmalig ein. Hoos erinnert sich an eine Flüchtlingsmutter mit drei Kindern, die in Niederdorfelden in einem Laden stand und weinte, weil sie so dankbar war, dass ihre Kinder unterstützt wurden.

Vor Freude geweint

Der Verein wird auch zur Unterstützung bei Sportausstattungen, Freizeit- und Klassenfahrten und Tanztherapie angesprochen. Partner wie UBS, Marché-Airport Frankfurt, dem Hotel Jumeirah Frankfurt, Fresenius, Engelhard Arzneimittel, Bäckerei Schaan und viele mehr haben gezeigt, dass etwas Einzigartiges entstehen kann, wenn alle zusammenarbeiten.

Der Verein möchte aber auch eine Plattform sein, auf die andere Menschen zugreifen können. Der Vorstand hofft deshalb, dass sich neue Möglichkeiten der Unterstützung ergeben.

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