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Werkeln für die Jüngsten

In Gemeindezentrum der katholischen Kirchengemeinde Christkönig wird derzeit fleißig renoviert. Die Gemeinde Schöneck lässt dort Räume für die Krabbelstube des Vereins Kleine Strolche umbauen.
Neue Wände brauchen auch neue Elektrik: Oliver Bleyl bohrt im katholischen Gemeindezentrum ein Loch in die Wand. Dort soll später der Hauptlichtschalter montiert werden. Sein Kollege Christian Schuppe zieht Kabel ein beim Umbau der Räume für Kinderbetreuung. 	Foto: Ingrid Zöllner Neue Wände brauchen auch neue Elektrik: Oliver Bleyl bohrt im katholischen Gemeindezentrum ein Loch in die Wand. Dort soll später der Hauptlichtschalter montiert werden. Sein Kollege Christian Schuppe zieht Kabel ein beim Umbau der Räume für Kinderbetreuung. Foto: Ingrid Zöllner
Schöneck. 

Im vergangenen Monat haben die Umbauarbeiten in der katholischen Kirchengemeinde Christkönig im Ortsteil Kilianstädten begonnen. Im September soll dort die Krabbelstube Kleine Strolche ins Erdgeschoss einziehen. Der Grund für den Umzug: Die Gemeindeverwaltung richtet 20 neue U3-Betreuungsplätze in der Kita Waldstraße ein.

Elektriker Oliver Bleyl setzt den Bohrer an der Wand an. Ohrenbetäubender Lärm hallt durch die leeren Räume des katholischen Gemeindezentrums. Bleyl und sein Kollege Christian Schuppe verlegen neue Stromleitungen, sie versetzen Lichtschalter und Steckdosen. Rund eine Woche werden sie damit beschäftigt sein. Der Boden ist zum Schutz mit Planen abgeklebt, in einem Raum stehen schon Farbeimer und -rollen bereit. Doch bis Farbe an die Wand kommt, dauert es noch eine Weile.

 

Umzug im September

 

Für den 1. September ist der Umzug des Vereins Kleine Strolche von der Kindertagesstätte Wildwiese in der Waldstraße zur Königstraße geplant. Dann trippeln dort kleine Füße über Fliesen und Linoleum und erfüllen das Haus mit Kinderlachen. Rund 185 Quadratmeter werden nun dafür vorbereitet. „Der Schritt wurde notwendig, weil die Gemeinde neue U3-Plätze schaffen musste, denn ab August gilt der gesetzliche Anspruch“, sagt Bauamtsleiter Günter Rauch. Anfangs habe die Gemeinde über einen Neubau nachgedacht, in dem sechs Gruppen Platz finden sollten. Diese Variante hätte aber rund eineinhalb Millionen Euro gekostet. Ein dicker Brocken für die Gemeinde, die finanziell klamm ist und sich das nicht hätte leisten können.

Doch dann bot die Kirche der Gemeinde die Räume an. „Vorher waren diese für Seminare, Jugendtreffen und dergleichen gedacht, sie sind aber zuletzt wenig genutzt worden“, erklärt Oliver Diedrich, Architekt in der Hochbauabteilung. Nun bekommt der Verein eigene Räume, und in der Kita Wildwiese kann die neue Gruppe für Kinder unter drei Jahren mit vorerst 20 Plätzen einziehen. Im kommenden Jahr sollen noch vier weitere dazu kommen.

„Das ist aus organisatorischen Gründen auch besser, als wenn die städtische U3-Gruppe hier eingezogen wäre. So ist alles unter einem Hut“, sagt Rauch. Der Verein durfte beim Umbau mitbestimmen. So wurden noch Wände eingezogen für zwei Gruppenräume, ein Schlafzimmer, einen Personalraum, eine Küche sowie sanitäre Anlagen für Groß und Klein. Wasser- und Stromanschlüsse werden entsprechend verlegt. Welche Farbe an die Wände kommt, entscheidet der Verein. „Da reden wir auch nicht hinein. Überhaupt muss man sagen, dass der Verein sehr kooperativ war. Und das, obwohl die Mitglieder vom Wechsel recht kurzfristig erfahren haben“, lobt Rauch.

 

Gemeinsam nutzen

 

Die Erzieher nutzen künftig die sanitären Anlagen gemeinsam mit der Kirchengemeinde, die im oberen Stock weiter ansässig ist. „Es ist eben kein Neubau, da muss man auch Kompromisse machen“, sagt Rauch. Wie bei den Zugängen in den Außenbereich. Zum Garten gibt es nur einen über das Schlafzimmer. „Aber das sollte kein Problem sein“, sagt auch Diedrich. Elektriker, Schlosser, Maler, Anlagenmechaniker, Schreiner sowie Garten- und Landschaftsbauer geben sich also die Klinke in die Hand. „Im Außenbereich kommen noch Spielgeräte dazu, aber vermutliche erst in der nächsten Saison. Denn zunächst muss das Gelände entsprechend modelliert werden“, erklärt Diedrich.

Rund 95 000 Euro kosten die Arbeiten. Umbau, Miete und Einrichtung zahlt die Gemeinde Schöneck. 85 000 Euro bewilligt der Kreis mittels eines Investitionskostenzuschusses. „Das ist für die Gemeinde natürlich viel besser als ein Neubau“, sagt Rauch. Auch die Räume in der Kita Wildwiese werden renoviert. „Was da alles gemacht werden muss, sehen wir aber erst, wenn alles leer ist“, sagt Diedrich.

   HINTERGRUND   Eltern ...

In Schöneck gibt es derzeit für Eltern mehrere Auswahlmöglichkeiten bei der U3-Betreuung. 45 Plätze bieten Tagesmütter an. Die Krabbelstube des Vereins Kleine Strolche hat Kapazitäten für 25

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