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Reichskristallnacht: Wetterau und Main-Kinzig erinnern sich

Von 75 Jahre ist es her, dass überall in Deutschland Synagogen zerstört wurden. Auch die Wetterau und der Main-Kinzig-Kreis gedenken der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die von den Nazis Reichskristallnacht genannt wurde.
Stilles Gedenken: Die Initiative »Stolpersteine in Karben« ruft dazu auf, Windlichter neben die 56 Karbener Stolpersteine zu stellen. Foto: privat Stilles Gedenken: Die Initiative »Stolpersteine in Karben« ruft dazu auf, Windlichter neben die 56 Karbener Stolpersteine zu stellen. Foto: privat
Friedberg. 

Gottesdienste, Musik und Diskussion: In Bad Vilbel gibt es gleich eine ganze Reihe Veranstaltungen, die an das Leid der Betroffenen erinnern sollen. Den Anfang macht der Jugendgottesdienst „Crossroad“ für Jugendliche ab 13 Jahren am heutigen Freitag, 8. November, im Gemeindehaus Arche in Dortelweil. Er steht unter dem Motto: „Wir sind bunt - braun ist keine Farbe“. Am morgigen Samstag, 9. November, beginnt dann um 16.30 Uhr ein Gottesdienst in der Auferstehungskirche (Lohstraße). Am Sonntag findet um 12 Uhr im Hof der Stadtschule die offizielle Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Bad Vilbel statt, es gibt Ansprachen und Musik. Ebenfalls am Sonntag beginnt um 17 Uhr im Saal der Christuskirche (Grüner Weg) die Veranstaltung „Ich bin tollerant“.

 

Ein Zeitzeuge erzählt

 

In Karben spricht der Holocaust-Überlebende Heinz Hesdörffer. Zur Gedenkveranstaltung laden dort die evangelische Kirchengemeinde St. Michaelis Klein-Karben, der Deutsch-Ausländische Freundschaftskreis und die Initiative Stolpersteine für Sonntag ein. Beginn ist um 19.30 Uhr in der evangelischen St.-Michaelis-Kirche. Die Initiative „Stolpersteine in Karben“ ruft alle Bürger auf, am Sonntag Windlichter neben die 56 Stolpersteine in Karben zu stellen.

Bad Nauheim gedenkt der Reichskristallnacht in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der evangelischen Kirchengemeinde am Sonntag ab 16 Uhr. Anschließend folgt ein Gang zum jüdischen Gedenkstein auf dem Alten Friedhof.

Am Sonntag lädt die Stadt Friedberg gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde für 10 Uhr in die Friedberger Burgkirche ein, im Anschuss wird auf dem Synagogenplatz das jüdische Totengebet gesprochen. Und auch Büdingen erinnert sich an die schlimmen Ereignisse. Am heutigen Freitag beginnt die Gedenkveranstaltung um 19 Uhr im Sälchen im Oberhof.

 

Neuer Name

 

Schon am heutigen Freitag gedenkt die Gemeinde Schöneck um 18 Uhr am Rathaus Büdesheim der Opfer. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird der Platz in „Siegmund-Strauß-Platz“ benannt, zur Erinnerung an den letzten Vorsteher der jüdischen Gemeinde Büdesheims.

In Nidderau startet am morgigen Samstag, 19 Uhr, die Sonderausstellung „Jüdisches Landleben in Hessen“ in der Willi-Salzmann-Halle. Die Ausstellung ist bis 14. November von 11 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Mehr über jüdisches Leben gestern, heute und morgen lesen Sie in unserer großen Themenausgabe am Samstag.

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