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Gewerbegebiet: Zwei neue Unternehmen ziehen nach Nidderau

Lange war es ruhig im Hinblick auf Neuansiedlung von Gewerbe im Gewerbegebiet „Am Lindenbäumchen“ in Heldenbergen. Viel zu ruhig, wie Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) immer wieder betonte. Das mit der Ruhe scheint nun der Vergangenheit anzugehören.
Stefan Habermann (vorne links) und Thomas Bauscher (daneben) erklären ihre Pläne. Über die Schulter schauen ihnen (von links): Robert Habermann, Marcus Bauscher, Petra Bauscher und Gerhard Schultheiß. Stefan Habermann (vorne links) und Thomas Bauscher (daneben) erklären ihre Pläne. Über die Schulter schauen ihnen (von links): Robert Habermann, Marcus Bauscher, Petra Bauscher und Gerhard Schultheiß.
Nidderau. 

Anfang der 1990er-Jahre hatte die Stadt einer großen Münchner Immobiliengesellschaft das Gelände zur Erschließung und Vermarktung veräußert. Danach passierte dann lange Zeit aber gar nichts mehr – sehr zum Missfallen der örtlichen Politik. Denn die offensichtliche Stille wurde dem Bürgermeister von der Opposition als verfehlte Wirtschaftsförderung angekreidet.

Dabei war die Rathausspitze nicht untätig. Doch entweder lag den Interessenten das Gewerbegebiet „Am Lindenbäumchen“ zu abgelegen oder die Größe stimmte nicht. Mit der Umgehungsstraße und der Anbindung des Gewerbegebiets an die Ortsumfahrung hat sich das nun geändert, wie Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) jetzt anlässlich des Verkaufs eines weiteren Grundstückes mitteilte.

Das fast 2900 Quadratmeter große Grundstück liegt direkt an der Siemensstraße und damit nur wenige 100 Meter von der Umgehungsstraße entfernt. Energie- und Heizöllieferant Habermann sowie Sicherheitsfachgeschäft und Schlosserei Dauth sind bereits in Nidderau ansässig. Beide wollen sich mit dem Bau ihrer neuen Firmensitze auch vergrößern.

Firma expandiert

Bei dem Eicher Brennstoffhandel hängt die Neuausrichtung mit der Geschäftsübergabe von Vater Robert Habermann auf Sohn Stefan zusammen. Seit der Betriebswirt als Juniorchef ins Geschäft eingestiegen ist, expandiert die Firma. Der Urgroßvater hatte noch mit dem Verkauf von Holz und Kohlen sein Geld verdient, der Großvater in den 1960er Jahren das Geschäft um den Handel mit Heizöl und Diesel erweitert und zu einer Brennstoffhandlung ausgebaut. Stefan Habermann als nun vierte Generation macht nun den nächsten Schritt.

Vor zwei Jahren hat er zunächst die Produktpalette des mittelständischen Unternehmens um den Verkauf von Strom und Erdgas vergrößert. „Ein größeres Angebot mit mehr Kunden bedeutet auch mehr Personal und mehr Fahrzeuge“, erklärt er. Da der bisherige Firmensitz zu klein ist, keine Expansion mitten im Ortskern von Eichen möglich ist, habe er nach einem geeigneteren Standort gesucht.

Den habe er nun in Heldenbergen in der Siemensstraße gefunden. Auf dem etwa 1500 Quadratmeter großen Grundstück soll eine Halle für drei bis vier Lastwagen entstehen. Zudem sind Büroräume geplant. Auf rund eine halbe Million Euro schätzt Bauscher die Investitionen. Im Sommer 2019 soll alles bezugsfertig sein.

Einen ähnlichen Zeitplan hat auch Thomas Bauscher, der zweite Neuansiedler in dem Gewerbegebiet in diesen Tagen. Er teilt sich das fast 3000 Quadratmeter große Grundstück mit Habermann und will auf seinem Teil ein ähnlich großes Gebäude mit Verkaufsraum und Werkstatt sowie Sozialräume und Büro errichten. Die Metallbaufirma ist noch nicht ganz so alt wie die seines zukünftigen Nachbarn.

Räume gekündigt

Bauscher hat sein Unternehmen erst 1999 als Ein-Mann-Betrieb in Nidderau gegründet und 2005 die Schlosserei Dauth in Hanau übernommen. Weil die mitten in der Altstadt liegt und ebenfalls keine Expansionen mehr zulässt, hat er sich für den Umzug entschieden. „Die Stadt entwickelt sich immer schneller und da gibt es für mich sicherlich ebenfalls gute Chancen. Trotzdem gehört eine große Portion Mut zum Umzug in eine neue Stadt“, sagt Bauscher. Er setzt auf Qualität und Vertrauen und ist damit bislang gut gefahren. Drei Angestellte beschäftigt er, in Kürze steigt wohl auch Sohn Marius, ein angehender Metallbauer, mit ins Geschäft ein.

Auch wenn beide Unternehmen lange nach einem neuen Standort gesucht haben, jetzt soll alles sehr schnell gehen. Bauscher hat seine Räume in Hanau schon gekündigt.

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