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Allein in der unsicheren Großstadt

In der Tragikomödie "Oh Boy" porträtiert der Autorenfilmer Jan Ole Gerster den ziellos wirkenden Niko (Tom Schilling). Man schaut zu, wem er in Berlin begegnet.

Es gibt keine Garantie auf Sicherheit. Auch nicht, wenn man wie Niko (Tom Schilling) Ende zwanzig ist und bislang von den 1000 Euro lebte, die ihm sein überheblicher Vater (Ulrich Noethen) monatlich überwies. Jetzt soll Niko sich die Haare schneiden, neue Schuhe kaufen und einen Job suchen, rät der Vater seinem Sohn. Es gibt kein Geld mehr für den ziellosen Verlierer, der in den letzten zwei Jahren "nachgedacht" hat, anstatt sich seinem Jurastudium in Berlin zu widmen. In seinem Debütfilm "Oh Boy" lässt der Regisseur und Drehbuchautor Jan Ole Gerster seine Hauptfigur allerlei Begegnungen machen, die von ganz unterschiedlichen Stimmungen geprägt sind. Mit eleganter Leichtigkeit fließen witzige, zynische, romantische, melancholische und absurde Momente auf harmonische Weise ineinander. Begleitet von geschmackssicher gewählter Jazzmusik, bewegt sich Tom Schilling durch die in reizvollem Schwarzweiß gefilmten Bilder. Mit brillantem Schauspiel macht er eine in sich widersprüchliche Figur greifbar, für die der Zuschauer erst mit der Zeit Sympathie entwickeln kann. Ein überaus origineller und kluger Film. tu Sehenswert

Frankfurt: Harmonie

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