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Film-Kritik zu "Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron": Alles für den Weltfrieden

Von In dem zweiten Film um „The Avengers“ bricht das „Age of Ultron“ an. Joss Whedon hat die neue Episode um die Comic-Helden etwas düsterer inszeniert, wiederholt aber den Aufruf zum Gemeinschaftsgeist.
Hammerhart: Captain America (Chris Evans, links) und Donnergott Thor (Chris Hemsworth) haben die Wahl der Waffen bereits hinter sich. Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam auszurücken, um für Freundschaft und Selbstlosigkeit zu kämpfen. Foto: Jay Maidment (Marvel) Hammerhart: Captain America (Chris Evans, links) und Donnergott Thor (Chris Hemsworth) haben die Wahl der Waffen bereits hinter sich. Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam auszurücken, um für Freundschaft und Selbstlosigkeit zu kämpfen.

Man schrieb das Jahr 1963. „Ich bin ein Berliner“, sagte US-Präsident John F. Kennedy inmitten der geteilten Stadt, und Martin Luther King hielt in Washington seine berühmte Rede über den Traum von einer Welt ohne Rassismus. Es war ein Jahr, in dem viele Menschen zu Führungspersönlichkeiten aufblickten, die sich für Frieden und Freiheit einzusetzen schienen. Diesem Zeitgeist huldigten die Comic-Künstler Stan Lee und Jack Kirby, als sie eine Allianz der Superhelden erfanden, im Kampf gegen das Böse. „The Avengers“ (Die Rächer) debütierten im September 1963, aber ihr Start verlief nicht ohne Komplikationen. Autor Stan Lee ließ die Eitelkeiten und menschlichen Schwächen der Helden gleich aufeinanderprallen und zum Einfallstor für diverse Feinde werden. Zwischen den bunten Bildern übten die Comics subtile Kritik an einem System, das allein vom äußerlichen Glauben an das Gute nicht getragen werden kann, wenn es im Innern marode ist. Weitsichtig nahmen sie die politischen Unruhen des kommenden Jahrzehnts vorweg und spiegelten diese in späteren Ausgaben. So wie Kennedy und King ermordet wurden, mussten auch die „Avengers“ tragische Verluste erleiden und sogar einen Bruderkrieg austragen, bei dem Iron Man und Spider-Man gegeneinander kämpften. Letztlich siegte jedoch der Teamgeist, und die „Avengers“ Reihe blieb maßgeblich für Zusammenhalt, Freundschaft und Selbstlosigkeit.

 

Waffe für den Frieden

 

Werte, die der Menschheit auch im Jahr 2015 gut zu Gesicht stehen, weshalb Joss Whedons zweiter Spielfilm über die Rächertruppe weit mehr ist als Popcorn-Kino. Gelungene Comicverfilmungen wie nun „The Avengers: Age of Ultron“ nutzen ihre erzählerische Kraft, um zwischen schnittigen 3D-Effekten Botschaften zu vermitteln. Die Suche nach Halt, Liebe und Geborgenheit innerhalb einer Gruppe bei gleichzeitiger Bewahrung der eigenen Individualität ist dabei nur ein Aspekt, den Whedons vielschichtiges Drehbuch behandelt. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Technik wird angemahnt, denn als der gewiefte Milliardär Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr.) eine Waffe für den Frieden erschafft, ahnt er nicht, welche höllischen Kräfte er dadurch in Gang setzt.

Der Roboter Ultron wendet sich gegen seinen Schöpfer und will die fehlerhafte Spezies Mensch ausrotten. Reumütig ruft Stark seine Mitstreiter zu Hilfe: Thor (Chris Hemsworth), Captain America (Chris Evans), Hulk (Mark Ruffalo), Black Widow (Scarlett Johansson) und Hawkeye (Jeremy Renner). Weitere Hilfe erhalten sie vom ehemaligen S.H.I.E.L.D.-Agenten Nick Fury (Samuel L. Jackson) und dem Androiden Vision (Paul Bettany). Außerdem kreuzen Scarlet Witch (Elizabeth Olsen), Quicksilver und Ulysses Klaw (Andy Serkis) ihren Weg. Reichlich Stoff für Konflikte – äußerlich wie innerlich.

 

Action und Moral

 

Regisseur Whedon hat es erneut geschafft, eine Superstar-Besetzung durch ein rasantes Abenteuer zu steuern, das nicht nur prall gefüllt ist mit furiosen Actionszenen, sondern auch mit stillen Charaktermomenten und wohldosierter Moral. Einziger Schwachpunkt: um elf Hauptfiguren und ihren spielfreudigen Darstellern rundum gerecht zu werden, ist die Laufzeit von rund zweieinhalb Stunden deutlich zu kurz. Das haben auch die Produzenten erkannt und die angekündigte Fortsetzung als Zweiteiler entworfen. Sehenswert

 

Frankfurt: Astor (3D), Cinestar (3D+2D), E-Kinos (3D+2D), Metropolis (3D, D+E). Sulzbach: Kinopolis (3D+2D, D+E).
Limburg: Cineplex (2D+3D). Offenbach: Cinemaxx (3D). Hanau: Kinopolis (3D+2D, D+E). Mainz: Cinestar (3D+2D, D+E)

 

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