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Architekt Fritz Eller ist gestorben

Er lieferte die Pläne zum Düsseldorfer Landtag und dem Kölner Schokoladenmuseum: Fritz Eller hat die Architektur der Nachkriegszeit entscheidend geprägt. Jetzt ist er mit 91 Jahren gestorben.
Fritz Eller ist tot. Foto: Klaus Walter/Eller + Eller Architekten Fritz Eller ist tot.
Aachen/Düsseldorf. 

Der deutsch-österreichische Architekt Fritz Eller ist tot. Er starb am 31. Mai im Alter von 91 Jahren zuhause in Aachen, wie sein Düsseldorfer Büro am Mittwoch mitteilte. Eller galt als einer der bedeutenden Architekten der Nachkriegszeit.

Er war maßgeblich am Bau bedeutender Hochhäuser der jungen Bundesrepublik in den 1950er Jahren beteiligt. Dazu zählt das „Dreischeibenhaus”, ein Bürohochhaus in der Düsseldorfer Innenstadt. Eller entwarf auch den Düsseldorfer Landtag. Mehrere Medien hatten von seinem Tod berichtet.

Der in Schwaz (Tirol) geborene Eller und seine Kommilitonen Erich Moser und Robert Walter hatten nach dem Diplom an der TU Graz den Rat ihres Professors befolgt, wie er zu seinem 90. Geburtstag in einem Interview erzählte: „Gehen Sie nach Düsseldorf, da beginnt der Wiederaufbau. 1953, die Engländer haben die Demontage eingestellt, und da können Sie bauen.”

Im Nachkriegsdeutschland der 50er und 60er Jahre gewann Eller mit seinen Freunden nach Angaben des Büros in kürzester Zeit nahezu alle wesentlichen Wettbewerbe für große Unternehmen, die auf der Suche nach einer neuen Identität waren: BASF, Thyssen, Boehringer, Mannesmann und Bayer. Dann kamen mehrere Hochschulprojekte wie an der Ruhr-Universität Bochum und der Hochschule Duisburg. Zu den wichtigen Entwürfen in den 90er Jahren zählen das Aachener Ludwig Forum und das Kölner Schokoladenmuseum.

Eller lehrte 30 Jahre lang (1962-1992) am Institut für Bauwesen der RWTH Aachen. Als Leiter des Instituts für Schulbau forschte er zur baulichen Modernisierung des Schul- und Hochschulwesens im Zuge der Bildungsreform in Nordrhein-Westfalen.

(dpa)
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