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Das Leben ist ein Fest: Auf dem Schloss geht es drunter und drüber

Von In der französischen Komödie „Das Leben ist ein Fest“ von Eric Toledano und Olivier Nakache geht es darum, was bei einer feudalen Hochzeitsfeier schiefläuft.

Wer anderen Menschen zu viel Glück verhilft, ist angeblich selbst glücklich. Doch für den Hochzeitsplaner Max (Jean-Pierre Bacri) läuft es gar nicht gut. Seine eigene Ehe ist kaputt, doch trennen will er sich nicht. Das verärgert seine Geliebte Josiane (Suzanne Clément). Kein Wunder, dass Max sein Unternehmen verkaufen will, um Veränderung zu schaffen. Vorerst muss er jedoch ein aufwendiges Hochzeitsfest in einem Schloss bei Paris über die Bühne bringen. Die Kellner sollen Kostüme und Perücken im Stil des 17. Jahrhunderts tragen, was ihnen wegen der sommerlichen Temperaturen missfällt. Auch kommt es zu Reibereien zwischen Max und seiner Assistentin Adèle (Eye Haidara). Sie wiederum hat mit dem Sänger Etienne alias DJ James (Gilles Lellouche) einige Probleme. So recht mag er sich als Kopf seiner Cover-Band nicht dem seichten Musikgeschmack der Hochzeitsgäste beugen. Vor allem widerstreben dem Künstler die Wünsche des allzu selbstgefälligen Bräutigams Pierre (Benjamin Lavernhe).

Ja, in der Komödie der Autorenfilmer Eric Toledano und Olivier Nakache geht es drunter und drüber, obwohl es durchaus eine Ordnung gibt. Schon in der Struktur ihrer Geschichte ist dies begründet. Gegen Mittag beginnt die Handlung, und es ist absehbar, dass sie gegen Morgen enden wird. Toledano und Nakache, die Macher der Komödie „Ziemlich beste Freunde“, führen ihre Figuren zügig in das Geschehen ein. Diese sind so präzise skizziert, dass schnell klar wird, welche Funktion oder Fehlfunktion sie übernehmen.

Wobei es dennoch erheiternde Überraschungen gibt. Die beiden Filmemacher schöpfen das Potenzial ihrer Figuren voll aus. Auf dem feudalen Anwesen des Fests zeigt sich nämlich immer wieder, wie sehr sich die Menschen, die dienen, von denjenigen unterscheiden, die sich bedienen lassen. Obgleich sie dieselbe Luft atmen, tragen sie die Nase verschieden hoch. Mal zeigt sich dies in harschen und derben Worten. Ein andermal sagen kultivierte Gesten mehr als so manche spitze Bemerkung.

Allzu bösartig gerät Toledanos „Das Leben ist ein Fest“ hierbei zwar nicht. Aber letztlich amüsiert diese liebevoll und kurzweilig inszenierte Gesellschaftskomödie mit ihren vielen Pointen, die von großartigen Schauspielern treffsicher platziert werden, auf hohem Niveau. Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinema (D+OmU), E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis. Mainz: Cinestar

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