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Konzert: Außer Geigespielen kann sie alles: Vanessa Mai in der Jahrhunderthalle

Die Sängerin steht zum Schlager und liefert in der Jahrhunderthalle eine exzellente Show, die Jung und Alt begeistert.
Stimme, Show und Glitzerkostüm: Vanessa Mai überzeugt. Foto: Sven-Sebastian Sajak Stimme, Show und Glitzerkostüm: Vanessa Mai überzeugt.

Lange Zeit verbanden die meisten Musikfans mit dem Künstlernamen Vanessa Mae eher klassisch-poppige Geigenklänge einer thailändischen Skifahrerin und weniger deutsche Schlager. Seit dem steilen Aufstieg von Vanessa Ferber als Schlagerstar, DSDS-Jurorin und Let’s-Dance-Jurorin ist der mit „i“ geschriebene Nachname ebenso populär. In der mit 2000 Fans prall gefüllten Jahrhunderthalle am Samstag zeigt der Star, dass er zu seiner musikalischen Vergangenheit steht. Neben neueren Titeln aus Mais aktuellem Album „Regenbogen“ finden sich zahlreiche ältere Titel aus den vergangenen Jahren.

Dabei erscheinen die Lieder, mit denen ihre Karriere in der Band „Wolkenfrei“ begann, in eindeutig jugendfreundlicherem Gewand. Aus dem Titel „Jeans, T-Shirt und Freiheit“ lässt sie eine rassige Latinnummer entstehen und zeigt auch tänzerisch ihr Können. Die Folgen ihres schweren Unfalls im April merkt man ihr nicht mehr an. Bei ihrer mehr als zweistündigen Powershow gibt es eigentlich nur einen Gegner: den Sitzplatz.

Immer wieder fordert sie ihr mitklatschendes und mitsingendes Publikum zum Aufstehen und Tanzen auf. Die Zuschauer im Kleinkind- bis zum Rentenalter lassen sich nicht zweimal bitten und begeben sich zur Party vor die Bühne. Immer wieder werden der Echo-Gewinnerin während ihres Auftritts kleine Präsente überreicht. Ihren Fans macht die 26-Jährige ein ganz besonderes: Auf ihrer Tour möchte sie jedem Konzertbesucher einen Regenbogen mit nach Hause geben. Der soll auch in schlechten Zeiten an die gemeinsamen Stunden erinnern. In den sieben Farben des Regenbogens erstrahlt ihr Auftritt, Mais ausdrucksstarke Stimme veredelt ihn. Und weil das Auge bekanntlich mithört, sorgt neben einer pompösen Licht- und Bühnenshow eine mächtige Portion Sexappeal für einen kurzweiligen Abend.

Virtuose Showeinlagen ihres Tanzensembles oder gefühlvolle Solopassagen ihrer groovigen Band überbrücken die Umziehpausen der seit einem Jahr vermählten Sängerin. Als der Kameramann Mais Hinterteil in den Fokus nimmt, folgt ein nicht ganz ernster Tadel.

Neben all den Showelementen überzeugt das Programm auch musikalisch. Geboten wird weit mehr als nur typisch deutscher Schlager. Schöne Balladen wechseln sich mit rockigen und poppigen Nummern ab. Auf die Kritik, ihre Musik sei kein Schlager mehr, reagiert Mai gelassen. Solche Vorurteile seien ihr egal. Auch müsse sich niemand dafür schämen, auf ein Schlagerkonzert zu gehen. Die grandiose Atmosphäre am Abend gibt ihr recht.

Mit ihrem zweiten Platz beim Let’s-Dance-Finale 2017 überflügelte Mai ihre Namensvetterin Mae übrigens auch sportlich. Die hatte als erste thailändische Starterin bei den Olympischen Winterspielen nur den letzten Platz geholt.

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