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Autorin Zadie Smith: „Wir waren blind und naiv”

Zadie Smith hatte ihren literarischen Durchbruch mit dem Bestseller „Zähne zeigen” im Jahr 2000. Ihr neues Buch „Swing Time” erscheint am kommenden Donnerstag.
Zadie Smith 2014 im beim Literaturfestival lit.Cologne in Köln. Foto: dpa Zadie Smith 2014 im beim Literaturfestival lit.Cologne in Köln.
Frankfurt/Main. 

Die britische Schriftstellerin Zadie Smith (41) bedauert politische Versäumnisse ihrer Generation in den 90er Jahren. „Wir waren blind und naiv”, sagte sie im Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. „Wir haben uns um nichts gekümmert, einfach so vor uns hin gelebt”, sagte Smith.

„Die Wurzeln dessen, was heute geschieht oder eben nicht geschieht, wurden in den neunziger Jahren angelegt”, sagte Smith mit Blick auf Entwicklungen wie den Brexit oder die wachsende gesellschaftliche Kluft. „Wir hätten die Freiheit verteidigen müssen, mit der wir viel zu selbstverständlich gelebt haben.”

Man habe die Freiheit damals jedoch als gegeben hingenommen. „Westeuropa bedeutete für mich ganz selbstverständlich Stabilität, Sicherheit, Freiheit, das alles schien mir für immer gesetzt und war sicher identitätsstiftend.” Gegenüber den Jüngeren hege sie heute Schuldgefühle.

(dpa)
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