Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 15°C

Britische Indieband in der Batschkapp: „Bear’s Den“ : Mal pompös-wuchtig, mal folkig-pastoral

„Bear’s Den“, die Londoner Formation mit Hang zum Folk, präsentierte sich in der Frankfurter „Batschkapp“ von zwei recht unterschiedlichen Seiten.
Der Gitarrist Andrew Davie von „Bear’s Den“ in Aktion. Foto: Sven-Sebastian Sajak Der Gitarrist Andrew Davie von „Bear’s Den“ in Aktion.
Frankfurt. 

Eine erkleckliche Anzahl Musikbegeisterter hierzulande und auch anderswo verliebte sich 2014 auf der Stelle in das Debütwerk „Islands“ des Londoner Trios „Bear’s Den“. Pastoraler Folk mit Pathos, Melancholie, jede Menge Akustikgitarren und Banjos sowie eine nicht zu überhörende Verwandtschaft zu den ebenfalls in der britischen Metropole ansässigen, aber wesentlich erfolgreicheren Truppe „Mumford & Sons“ mischten sich auf dieser Platte. Nicht nur freundschaftlich verbunden zeigen sich beide Formationen.

Kevin Jones von „Bear’s Den“, Ben Lovett von „Mumford & Sons“ sowie Produzent Ian Grimble führen seit 2006 ein gemeinsames Unternehmen inklusive Label namens „Communion Music“. Zusätzlich erhielten „Bear’s Den“ das Privileg, den großen Bruder „Mumford & Sons“ bei dessen Arenentourneen zu unterstützen. Da verwundert die stilistische Nähe der Formationen nur wenig. Beide Bands brachen mit ihren jeweils aktuellen Produktionen aus dem engen Folkrock-Konzept aus, um die Weiten des Stadionrock und Mainstreampop auszuloten.

Dass es bei „Bear’s Den“ in jüngerer Zeit einige zentrale Umbrüche gab, zeigt beim Frankfurter Auftritt in der „Batschkapp“ nicht nur der Auftakt „Red Earth & Pouring Rain“, Titelsong des zweiten Albums, geradezu exemplarisch: Wuchtige Klangwände aus E-Gitarren und Synthesizer zum perfekt mehrstimmigem Gesang offerieren eine recht drastische Abkehr von der folkigen Subtilität der Gründerjahre.

Zumal das ursprüngliche Bärenhöhlen-Triumvirat aus Andrew Davie, Kevin Jones und Joey Haynes sich vor einiger Zeit zum Kernduo Davie/Jones reduzierte, dass sich in der gut besuchten „Batschkapp“ mit vier Tourneemusikern verstärkt. Quasi im Reißverschlussverfahren tasten sich „Bear’s Den“ durch ihre doch recht unterschiedlich geratenen Alben „Islands“ und „Red Earth & Pouring Rain“ (2016). Das Material aus dem letzteren Werk, darunter „Emeralds“, „Auld Wives“ und „Dew On The Vine“, präsentiert sich mehrheitlich in einem pompös-wuchtigen Klangbild im Stil der 80er Jahre, teils unterfüttert mit Trompetenimpressionen. Umso erdiger und rustikaler geraten dem Hauptsänger und Gitarristen Andrew Davie und Co. Songs aus dem LP-Erstling sowie einigen frühen EPs. Etwa die feinfühligen Kompositionen „Isaac“, „Elysium“ und „Above The Clouds Of Pompeii“. In das vorindustrielle Zeitalter transportieren „Bear’s Den“ gleich zwei Songs: „Sophie“ kommt zumindest teilweise ohne elektrische Verstärkung und Mikrofon aus.

Im Zugabenteil gehen Andrew Davie, Kevin Jones und der Niederländer Christof van der Ven noch einen Schritt weiter: „Bad Blood“ gibt das mit Akustikgitarre, Dobro und Banjo bewaffnete Trio komplett unverstärkt inmitten des Publikums. Und auch das elektrifizierte Finale bestreiten „Bear’s Den“ schmissig mit einem weiteren Auszug aus ihrem Debüt: „Agape“.

Zur Startseite Mehr aus Kultur

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse