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Zeichentrickfilm „Der kleine Vampir“: Blutsaugern muss man sich mit Vorsicht nähern

Unter der Regie von Richard Claus geht es um die Freundschaft zwischen einem Menschenjungen und einem Gleichaltrigen mit dem gewissen Biss.
Zusammen ist man weniger allein: Anton Bohnsack erhält erste Flugstunden von seinem neuem Vampirfreund Rüdiger von Schlotterstein. Zusammen ist man weniger allein: Anton Bohnsack erhält erste Flugstunden von seinem neuem Vampirfreund Rüdiger von Schlotterstein.

Es ist schon einige Jahre her, da brachte Regisseur Uli Edel in einem Kinderfilm die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Vampirjungen und einem Menschenkind näher. „Der kleine Vampir“ aus dem Jahr 2000 allerdings ist ein Realfilm mit echten Darstellern. Nun kehrt Vampir Rüdiger in animierter Form auf die große Leinwand zurück. Richard Claus, der den neuen „Vampir“ zusammen mit Karsten Kiilerich inszeniert hat, war auch an dem Film von 2000 beteiligt. Der 3D-Animationsstreifen beruht auf der vor bald 40 Jahren entstandenen Kinderbuchreihe der deutsch-amerikanischen Autorin Angela Sommer-Bodenburg. Es ist eine deutsch-dänisch-englisch-niederländische Koproduktion.

Man hat es wahrlich nicht leicht als Vampir. Rüdiger von Schlotterstein etwa ödet es ziemlich an, dass er nun bereits zum 300. Mal seinen 13. Geburtstag begehen muss. Die Familie rüstet sich für eine große Feier, welcher der pubertierende Blutsauger jedoch zu entkommen sucht: Zusammen mit seinem älteren Bruder startet Rüdiger zu einem Rundflug.

Geister vor der Gruft

Blöderweise aber werden sie dabei von Geiermeier und Manni geortet, zwei Vampirjägern. Die verfolgen die Beißbrüder mit einem Radarsystem bis zur Familiengruft. Die daraufhin von Manni und Geiermeier verriegelt wird. Zusammen mit seinen Eltern aber und seiner Schwester Anna kann Rüdiger entkommen. Er flüchtet gen Schwarzwald. Hier lernt er Anton kennen, den Menschenjungen, der ein großer Vampirfan ist. Und tatsächlich: Zwischen beiden entwickelt sich eine Freundschaft. Anton ist gar dazu bereit, Rüdiger dabei zu helfen, seine Familie aus den Fängen der Jäger zu befreien.

Es dauert eine Weile, bis man die Stimme von Wigald Boning („Die Doofen“) heraushört. Der Komiker macht seine Sache gut als stets von seinem Chef, dem Vampirjäger, drangsalierter Assistent. Nicht zuletzt ist es aber ein wunderbar gezeichnetes und mit kuriosen Stimmen ausgestattetes Hotelier-Ehepaar, das für Lacher sorgt. Nicht nur, dass Emma und Otto in einem skurrilen, zum Hotel umfunktionierten Schloss wohnen. Sie sprechen auch ein herrlich übertriebenes Schwäbisch („Mi han“). Visuell bekommt „Der kleine Vampir“ eine schöne Mischung aus knalligen, fast plastischen Farbeffekten und furchteinflößender Dunkelheit.

Fliegen lernen

Es gibt eine tolle Szene, welche die zunächst unmöglich erscheinende Freundschaft der beiden Jungs versinnbildlicht. Rüdiger, der Vampir, nimmt Anton, den Menschen, an die Hand, um mit ihm durch die Luft zu schweben – Antons erster Flug! Ohnehin sind es die in anderen Filmen meist negativ besetzten Vampire, die hier den Menschen einiges lehren. Und dazu gehört nicht nur das Fliegen, sondern letztlich auch ein anderer Umgang mit Verschiedenartigkeit und Abweichungen von der Norm. Ein hübscher, mit vielen sehens- und hörenswerten Überraschungen aufwartender Kinderfilm. Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos,
Metropolis. Sulzbach: Kinopolis.
Limburg: Cineplex. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

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