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Theater: Claus Helmer setzt in seinen Frankfurter Theatern auf eine attraktive Mischung

Von Viel gelacht werden soll auch in der nächsten Spielzeit in der „Komödie“ und im Fritz-Rémond-Theater. Doch es stehen auch Ernstes und eine Würdigung von Jacques Offenbach auf dem Plan.
Der Frankfurter Theaterdirektor Claus Helmer. Foto: Helmut Seuffert Der Frankfurter Theaterdirektor Claus Helmer.
Frankfurt. 

Ob eisige Kälte oder frühsommerliche Hitze – extreme Wetterbedingungen sind Claus Helmer gar nicht recht. Sie senken die Besucherzahlen, hat der Direktor der Frankfurter „Komödie“ und des Fritz-Rémond-Theaters festgestellt. Unzufrieden ist der 74-Jährige mit der Resonanz auf sein Angebot im Allgemeinen jedoch nicht. Eine Auslastung von 78 Prozent in der Innenstadt und nur zwei Prozent weniger am Zoo hat der Schauspieler und Regisseur in der noch bis Ende des Monats laufenden Saison 2017/18 bislang verzeichnet. Das entspricht einem Zustrom von mehr als 72 000 beziehungsweise knapp 64 000 Besuchern. Zudem konnten 200 Dauerkarten mehr abgesetzt werden. Eine höhere Subvention seitens der Stadt, die seit Jahren für beide Häuser eine Million Euro zahlt, vermisst der Theatermann dennoch.

Unabhängig davon leiste er sich Stücke, bei denen er mit weniger Zuspruch rechnen muss, erklärte Helmer bei der Vorstellung des neuen Programms. Gerade das jüngere Publikum, um das ihn mancher Kollege beneide, zeige sich ernsteren Werken gegenüber aufgeschlossen. Bei Helmer finden diese im Fritz-Rémond-Theater Platz. So auch das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Drama „Zweifel“ von John Patrick Shanley, das sich mit einem Missbrauchsverdacht an einer kirchlichen Schule befasst und vom 28. März 2019 an, unter anderem mit Diana Körner, zu sehen sein wird.

Zuvor soll kräftig gelacht werden. Dafür hat der Intendant gleich zum Auftakt am 6. September die populäre Volksschauspielerin Heidi Mahler aus dem Hamburger Ohnsorg-Theater zum „Tratsch im Treppenhaus“ geladen. Bevor am 22. November „Drei Männer im Schnee“ von Erich Kästner zur Aufführung kommt, ist ab 18. Oktober noch einmal das „Chaos auf Schloss Haversham“ zu sehen. Die turbulente Slapstickkomödie geht dann wie die Inszenierungen von „Spatz und Engel“ sowie „Schon wieder Sonntag“ auf Tournee.

„Willkommen“ heißt es ab 4. Januar 2019 zu einem von Lutz Hübner und Sarah Nemitz beschriebenen WG-Abendessen. Für Stefan Vögels Komödie „Die Niere“ ab 14. Februar wurde passenderweise TV-Arzt Sigmar Solbach gewonnen. Besonders stolz ist man aber auch auf die musikalische Würdigung des Komponisten Jacques Offenbach zu dessen 200. Geburtstag, die ab 9. Mai 2019 ins Künstlermilieu führt. „Geliebter Jacques . . . Offenbach, den kennen Sie doch!“ von Roger Defossez war laut Helmer trotz Erfolgen in Frankreich und Japan hierzulande noch nicht zu sehen. Für ein clowneskes Finale sorgen ab 20. Juni „Gogol und Mäx“.

Anders als im Tiergarten ist das Programm in der City noch nicht komplett. Auch hier darf sich das Publikum bei „Fremde Verwandte“ von René Heinersdorff ab 8. Juni auf zwei gute Fernsehbekannte freuen: „Förster“ Christian Wolff und „Lindenstraßen“-Künstlerin Marianne Rogée. Nachdem Helmer selbst ab 1. November für die Wiederaufnahme von „Monsieur Claude und seine Töchter“ die Bühne betritt, wird ab 6. Dezember „Das Blaue vom Himmel“ gelogen. Mit dabei im Stück von Eric Assous ist Anouschka Renzi.

Fritz-Rémond-Theater Frankfurt

Kartentelefon (069) 43 51 66. Internet www.fritzremond.de; „Komödie“, Kartentelefon (069) 28 45 80.
Internet www.diekomödie.de

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