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Cohn-Bendit mit Doku in Cannes: Frankreich hat Angst

Der deutsch-französische Publizist hat seine Wahlheimat intensiv bereist und sich dabei mit Häftlingen, Krankenpflegern, Landwirten, Sozialhilfeempfängern, Unternehmern und dem Präsidenten des Landes unterhalten. Die Gespräche hat er mitgefilmt.
Der deutsch-französische Publizist und frühere Grünen-Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit zu Gast beim Filmfestival in Cannes. Foto: Vianney Le Caer Der deutsch-französische Publizist und frühere Grünen-Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit zu Gast beim Filmfestival in Cannes.
Cannes. 

Von Ost nach West, von Nord nach Süd: Tausende Kilometer hat Daniel Cohn-Bendit mit dem Auto zurückgelegt, weil er wissen wollte, wo Frankreichs Gesellschaft 50 Jahre nach dem 68er-Mai heute steht.

Dabei hat er sich mit Häftlingen, Krankenpflegern, Landwirten, Sozialhilfeempfängern und Unternehmern unterhalten. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat er getroffen, nicht im Elyséepalast in Paris, sondern in einem Café in Frankfurt.

„On the Road in France” heißt der Dokumentarfilm, den der deutsch-französische Publizist und frühere Grünen-Europaabgeordnete in Cannes am Mittwoch in der Reihe „Séances spéciales” außerhalb des Wettbewerbs präsentierte. Gedreht hat der 73-Jährige zusammen mit dem französischen Regisseur Romain Goupil. Beide waren bedeutende Akteure der politischen und kulturellen 68er-Protestbewegung.

In etwas mehr als zwei Stunden lässt er Bilder von Migranten in Calais ablaufen und Anhänger der rechtsextremen Front National zu Wort kommen. Frankreich sei ein ängstliches Land, schlussfolgerte er, doch dürfe man sich nicht von dem umgreifenden Pessimismus anstecken lassen. Cohn-Bendit hat Macron im Präsidentschaftswahlkampf 2017 unterstützt.

(dpa)
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