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Legende um „King Arthur“ neu verfilmt: Das sagenhafte Schwert

Von Charlie Hunnam spielt die Titelrolle in der Neufassung von „King Arthur“. Sein Kampf mit dem Zauberschwert Excalibur ist auf mehrere Kinoteile angelegt.
Als Artus (Charlie Hunnam) das Zauberschwert Excalibur aus dem Felsen ziehen will, treffen ihn Blitz und Donner, und verstörende Kindheitserinnerungen steigen in ihm auf. Der junge Kämpfer muss sich bewähren. Als Artus (Charlie Hunnam) das Zauberschwert Excalibur aus dem Felsen ziehen will, treffen ihn Blitz und Donner, und verstörende Kindheitserinnerungen steigen in ihm auf. Der junge Kämpfer muss sich bewähren.
Frankfurt. 

Unüberschaubar ist die Zahl der Kinofilme und Fernsehproduktionen, die sich der Artus-Legende bedient haben. Nun hat sich der britische Regisseur Guy Ritchie dieses sagenhaften Stoffes angenommen und angekündigt, die Angelegenheit zu einem Sechsteiler ausbauen zu wollen. Ein Vorhaben, das es mit filmischen Epen wie „Herr der Ringe“ aufnehmen will. Ritchie bewies bereits in zwei „Sherlock-Holmes“-Filmen, dass er die Lieblinge der Briten pflegt. Die Verbindung von geschichtlicher Kulisse und moderner Pixelmalerei, die bei „Sherlock-Holmes“ etwas befremdlich wirkte, kommt nun im „King-Arthur“-Spektakel sogar besser zur Geltung. Zum Auftakt gibt es ein Schlachtgemetzel. Gewaltige Heere und Elefanten blasen zum Sturm auf die Festung. Angesichts der feindlichen Übermacht scheint die Verteidigung aussichtslos. Aber dann schnallt sich König Uther (Eric Bana) das Excalibur-Schwert um, galoppiert durch die flüchtende Soldatenschar und ermordet mit der Wunderwaffe den Anführer der gegnerischen Armee. Damit ist der eigentliche Hauptdarsteller des Filmes eingeführt: das magische Schwert als phallisches Allmachtssymbol, das schon bald in einem Felsen stecken wird, aus dem es nur einer wieder herausziehen kann: Arthur. Schuld daran ist der machthungrige Königsbruder Vortigern (Jude Law), der einen Pakt mit dunklen Mächten eingeht und den Bruder meuchelt.

Dessen kleiner Sohn kann gerettet werden und wächst im verruchten Londinium in einem Bordell auf. Kindheit und Jugend im sozialen Brennpunkt stählen Arthur (Charlie Hunnam) zu einem gewitzten Kleinkriminellen. Konflikte mit der Ordnungsmacht bringen ihn in Gefangenschaft und nach Camelot, wo alle Männer anstehen müssen, um vergeblich am magischen Schwert zu rütteln. Ganz so mühelos, wie es die Sage vorgibt, zieht Arthur das Ding nicht aus dem Granit. Sobald er die zweite Hand an den Griff legt, durchfahren ihn neben Blitz und Donner auch verdrängte Kindheitserinnerungen. Doch Vortigern will den Neffen hinrichten lassen. Im Zuge eines hübsch inszenierten Tumults befreien Rebellen den Todgeweihten. Aber Schwert hin, Schwert her – Arthur will lieber zurück in seine Kleinkriminellenexistenz.

Mit erfrischendem Eigensinn geht Ritchie an diesen literarisch und filmisch schon gründlich durchgearbeiteten Stoff heran. Er befreit Arthur von Edelmann-Getue und macht ihn zu einem Vorläufer der proletarischen Gangsterfiguren, die er in seinen ersten Filmen „Bube, Dame, König, Gras“ und „Snatch“ porträtiert hat. Dass sich der Held zunächst seiner Berufung verweigert und erst seinen Traumata gegenüber sieht, ist nicht die allerneuste Idee, bringt aber Frische in den schwermütigen Mythos. Charlie Hunnam („Sons of Anarchy“) erdet die Figur mit großer körperlicher Präsenz und einer natürlichen Unerschrockenheit, die einen interessanten Gegensatz zur Fantasyhaftigkeit des Films bietet. Denn Ritchies mystische Leinwandmalerei und die epischen Gemetzel sehen nicht nur im doppelten Sinne fantastisch aus, sondern entwickeln auch eine enorme visuelle Wirkung, die zusammen mit einem vortrefflichen Soundtrack ins Geschehen hineinzieht. Großes Kino. Sehenswert

 

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos (D+OF), Metropolis (D+E). Sulzbach: Kinopolis (D+OF). Limburg: Cineplex.
Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis (D+OF). Mainz: Cinestar

 

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