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Konzert: David Hasselhoff ist immer noch ein Held

Von Der Hamburger Sänger und Songschreiber Johannes Oerding offenbarte sich als guter Live-Musiker – und als Scherzkeks.
Der Liedermacher Johannes Oerding nimmt sich auch mal selbst auf die Schippe. Der Liedermacher Johannes Oerding nimmt sich auch mal selbst auf die Schippe.

„Hallo, ich bin’s, der Florian Silbereisen“, sagt Johannes Oerding gut gelaunt, während er nach etwa zwei Dritteln des Konzerts quer durch das Publikum in der vollen Jahrhunderthalle spaziert, um zum Klavier zu gelangen, das auf der anderen Seite der Halle steht.

Oerding präsentiert sich gleich zu Beginn seines Auftritts als sympathischer Zeitgenosse. Er redet viel, etwa von seiner ersten Jugendliebe, seiner Lehrerin Frau Rosen – und er reißt auch einige Witze.

Oerding reiht sich ein in die Liste derer, die sich in einer Attacke von Fernsehmoderator Jan Böhmermann als „Jim Pandzko“ auf die Schippe genommen worden waren. Der Vorwurf Böhmermanns: Die Satzbausteine der Stücke von Johannes Oerding, Tim Bendzko oder Philipp Poisel seien willkürlich zusammengesetzt und träumerisch-belanglos. Dass das zumindest bei Oerding nicht zutrifft, belegt der 35-Jährige bereits nach wenigen Liedern. Im Gegenteil: Mit Stücken wie „Traurig aber wahr“, ein Song, den er einem nicht wohlwollenden Kritiker widmet, offenbart Oerding, dass er mehr drauf hat. Seine musikalischen Einflüsse sind vielschichtig. So streut Oerding mal das R ’n’ B-Stück „No Diggity“ von „Blackstreet“, „Zu Spät“ von den „Ärzten“ oder auch „Looking For Freedom“ von David Hasselhoff ein, was zwar auch eher ein Scherz ist, aber vom Publikum gefeiert wird. Und Oerding verpasst sich selbst auch mal einen Seitenhieb, etwa bei „So schön“, als er bemerkt, dass das Stück nur zwei Akkorde hat, also nicht gerade ein Meisterwerk sei. Überhaupt wirkt der Hamburger zu keinem Moment aufgesetzt. Man nimmt es ihm ab, wenn er kurz vor Schluss sagt, dieser Abend sei ein besonderer gewesen. Also ist der Auftritt in der Frankfurter Jahrhunderthalle rundum gelungen? Nicht ganz. Denn etwas Wasser in den sprichwörtlichen Wein kippt die Soundabmischung. Während die Band von Johannes Oerding stimmig abgemischt ist, ist er selbst einfach etwas zu laut. Da wäre weniger mehr gewesen. Was man vom gesamten Auftritt aber nicht behaupten kann.

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