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Verdis „Aida“ in der Commerzbank-Arena: Dein ist mein ganzes Herz

Von Plácido Domingo „präsentiert“ Verdis „Aida“ in der Commerzbank-Arena. Dirigieren wird er die Tourneeproduktion hier anders als in anderen Städten allerdings nicht.
Das Modell des Bühnenbilds für „Aida“ zeigt, wie die Inszenierung der Verdi-Oper im Frankfurter Waldstadion aussehen soll. Die Geschichte aus dem alten Ägypten erzählt von dem Feldherrn Radames, der mit der Pharaonentochter Amneris verlobt ist, sich aber in die äthiopische Königstochter Aida verliebt. Foto: Lisi Niesner (EPA) Das Modell des Bühnenbilds für „Aida“ zeigt, wie die Inszenierung der Verdi-Oper im Frankfurter Waldstadion aussehen soll. Die Geschichte aus dem alten Ägypten erzählt von dem Feldherrn Radames, der mit der Pharaonentochter Amneris verlobt ist, sich aber in die äthiopische Königstochter Aida verliebt.

Es weckt Erinnerungen an das unvergessene Konzert der „Drei Tenöre“ 1990 in den römischen Caracalla-Thermen, als Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und José Carreras erstmals gemeinsam auftraten und für Furore sorgten, wenn in diesem Sommer Plácido Domingo als Dirigent mit Verdis „Aida“ auf Deutschland-Tournee geht. Die Veltins-Arena in Gelsenkirchen (27. Mai), das Hamburger Volksparkstadion (4. Juni) und das Münchner Olympiastadion (5. August) sind die Stationen dieser aufwändigen Tournee-Produktion. Den Abschluss bildet am 2. September eine Aufführung im Frankfurter Waldstadion (Commerzbank-Arena), wo mit Verdis Monumental-Werk wohl erstmals eine Oper auf die Bühne gebracht wird.

Ägypten mit Tenören

Die Veranstalter versprechen Spektakuläres. So sollen mehr als 800 Darsteller aufgeboten werden: 90 Orchestermusiker, 150 Chorsänger, 85 Ballett-Tänzer und mehr als 500 Statisten. Großflächige LED-Projektionen sollen eine alt-ägyptische Erlebniswelt entstehen lassen. Die Inszenierung stammt von dem Italiener Stefano Trespidi, das Bühnenbild von dem Österreicher Manfred Waba, einem Freiluftbühnen-Experten. Domingo hat sich, wie er sagt, als Präsentator dieser „Stadium-World-Tour“ mit Verdis „Aida“ anlässlich seines 50. Bühnenjubiläums einen Lebenstraum verwirklicht. Es sei schon immer seine Vision gewesen, mit einem Stadion-Projekt sowohl Opernliebhaber als auch das breite Publikum zu begeistern und ein unvergessliches Opern-Erlebnis zu schaffen. Zumal Radames aus „Aida“ seine erste Verdi-Rolle gewesen sei. Die Sänger für das „Aida“-Projekt hat der Weltstar übrigens selbst ausgewählt, wobei die endgültige Besetzung noch nicht feststeht.

Operette mit Gräfinnen

Einen Wermutstropfen hat die Frankfurter Aufführung dennoch: Während Domingo bei allen anderen Tournee-Terminen selbst am Dirigentenpult stehen will, wird er sich im Waldstadion von einem noch nicht genannten Kollegen vertreten lassen. Möglicherweise ist Domingo im September bereits zu Proben an der Mailänder Scala. Dort singt er die Partie des Bajazet in Händels Oper „Tamerlano“, die am 12. September Premiere haben soll.

Jonas Kaufmann tritt in der Elbphilharmonie Hamburg auf. Bild-Zoom Foto: Clemens Bilan (dpa)
Jonas Kaufmann tritt in der Elbphilharmonie Hamburg auf.

Auf tenoralen Stimmenglanz muss das Frankfurter Publikum in diesem Jahr freilich nicht verzichten. Der Bayreuth-erfahrene Wagner-Tenor Klaus Florian Vogt wird am 25. Februar zu einer Operetten-Gala in der Alten Oper erwartet. Vogt ist Operetten-Fan, und so wird er unter dem Titel „Dein ist mein ganzes Herz“ beliebte Melodien des Genres singen. Sein Programm reicht vom „Land des Lächelns“ über den „Zarewitsch“, die „Gräfin Mariza“ und die „Csárdásfürstin“ bis hin zum „Weißen Rössl am Wolfgangsee“. Und ein wenig Bayreuth-Flair wird es auch geben, denn das Wiesbadener „Johann-Strauß-Orchester“ wird an diesem Abend unter der Leitung von Herbert Siebert den instrumentalen Part übernehmen. Siebert hat selbst viele Jahre im Bayreuther Festspielorchester mitgewirkt.

Anna Netrebko singt in Berlin Arien mit Ehemann Yusif Eyvazov. Bild-Zoom Foto: Paul Zinken (dpa)
Anna Netrebko singt in Berlin Arien mit Ehemann Yusif Eyvazov.

Zweiter großer Tenor-Solist, der dieses Jahr in Frankfurt für vokalen Glamour sorgen wird, ist Rolando Villazón. Der ehemalige Bühnen-Partner von Anna Netrebko geht mit den „Schätzen des Belcanto“ auf Tournee und macht am 16. Oktober ebenfalls in der Alten Oper Station. Mit seinem Liederabend kehrt der Mexikaner zu den Wurzeln der romantischen italienischen Gesangstradition zurück. Er präsentiert Lieder von Verdi, Rossini, Scarlatti und Bellini abseits der großen Opern-Hits. Begleitet wird Villazón an diesem Abend von der kanadischen Pianistin Carrie-Ann Matheson.

Riese in die Romantik

Eine Reise in die Welt der großen romantischen Oper im Italien und Frankreich des späten 19. Jahrhunderts verspricht Elina Garanca bei ihrem Auftritt am 8. Februar in der Alten Oper. Die lettische Mezzosopranistin, die ihre Karriere vor fast 20 Jahren am Theater in Meiningen startete und heute in den großen Häusern von New York, London und Salzburg gastiert, wird Arien von Berlioz, Verdi, Massenet, Saint-Saëns und Cilea ihrem Publikum darbieten. Begleitet wird sie von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, bei der Garancas Ehemann, der Dirigent Karel Mark Chichon, am Pult steht.

Startenor Jonas Kaufmann, nach seiner krankheitsbedingten stimmlichen Auszeit wieder langsam auf die Bühne zurückkehrend, wird in diesem Jahr zwar nicht in Frankfurt erwartet. Dafür dürfen sich die Hamburger auf einen Liederabend am 24. Mai in der Elbphilharmonie freuen. Zwar ist die Veranstaltung bereits offiziell ausverkauft. Dennoch besteht die Möglichkeit, gegebenenfalls Restkarten an der Abendkasse zu bekommen. In der Elbphilharmonie sollte Kaufmann ja schon bei den beiden Eröffnungskonzerten auftreten, doch diesen Termin musste der Sänger, der ein Ödem an Stimmband hatte, absagen. Zugesagt hat er hingegen die Aufführungen von Wagners „Lohengrin“ an der Pariser Oper vom 18. Januar an.

Plácido Domingo dirigiert „Aida“ – nur nicht beim Gastspiel in Frankfurt. Bild-Zoom Foto: Quique Garcia (EFE)
Plácido Domingo dirigiert „Aida“ – nur nicht beim Gastspiel in Frankfurt.

Auch die Fans von Anna Netrebko müssen sich auf eine kleine Reise begeben, wenn sie die derzeit wohl beste Sopranistin der Welt erleben wollen. In Deutschland wird die Netrebko zu einem einmaligen Open Air auf der Berliner Waldbühne am 31. August erwartet. Und auch dieser Abend wird – ähnlich wie bei Elina Garanca und Karel Mark Chichon – so etwas wie ein Familientreffen. Denn Anna Netrebko wird an der Seite ihres Ehemanns, des Tenors Yusif Eyvazov, auf der Waldbühne gastieren. Gemeinsam wollen sie Arien und Duette der italienischen Oper sowie moderne Klassiker singen.

Mitreißende Stimmgewalt ist bei diesem Traumpaar der Klassik garantiert!

 

Karten unter Telefon (069) 1 34 04 00 oder den Hotlines 0 18 06-9 99 00 00 und 0 18 06-57 00 70. Internet www.eventim.de und www.fnp.de/ticketshop

 

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