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Rockband überrascht auf neuer Veröffentlichung: Den "Foo Fighters" gelingt mit "Concrete And Gold" ein psychedelisches Album

Sie zählen zu den größten Rockbands der Welt. Seit 22 Jahren sind die "Foo Fighters" im Geschäft. Heute bringen sie ihr neuntes Album heraus - und haben manche Überraschung parat.
Die Haare fliegen, wenn Dave Grohl, Frontmann der „Foo Fighters“, in die Saiten greift. Die amerikanische Rockband hat ihr neuntes Album eingespielt und zeigt sich darauf experimentierfreudiger und dynamischer denn je. Foto: Britta Pedersen (dpa-Zentralbild) Die Haare fliegen, wenn Dave Grohl, Frontmann der „Foo Fighters“, in die Saiten greift. Die amerikanische Rockband hat ihr neuntes Album eingespielt und zeigt sich darauf experimentierfreudiger und dynamischer denn je.

Das Fachmagazin „Rolling Stone“ bezeichnete die „Foo Fighters“ kürzlich „als die wohl größte amerikanische Rockband der letzten 20 Jahre“. Und in der Tat: Wer die Musiker um Frontmann Dave Grohl (48) mal live gesehen hat, wie etwa kürzlich auf dem Berliner Lollapalooza-Festival, kann diese Lobeshymne nachvollziehen.

Am heutigen Freitag erscheint das nunmehr neunte Album der Band: „Concrete And Gold“ hält manch eine Überraschung parat – vor allem bei der Wahl der Gastmusiker.

„Concrete And Gold“ sei ein ziemlich psychedelisches Album, sagt Drummer Taylor Hawkins (45) im Interview. Und Frontmann Dave Grohl hatte schon vorab erklärt: „Ich wollte das ,Foo-Fighters‘-Album mit dem fettesten Sound aller Zeiten machen“. Erstaunen mag die Wahl des Produzenten: Die Band engagierte Greg Kurstin aus Los Angeles. Der Multi-Instrumentalist arbeitete bislang für Popstars wie Pink, Sia oder „All Saints“ und schrieb Adeles Superhit „Hello“.

„Beatles“ im Sinn

Die Zusammenarbeit geht auf: Während die Band den organischen Rock und die altbekannten harten Gitarrenriffs liefert, steuert Kurstin sein Gespür für Melodien und Arrangements bei. Er habe eine Art „Motörhead“-Version von „Sgt. Pepper“ im Sinn gehabt, sagte Grohl mit Blick auf das legendäre „Beatles“-Album.

„Die echte Herausforderung steckt in der ...

Die vielen Ideen und Klanglandschaften auf „Concrete And Gold“, dem neunten Album, sind selbst für die notorisch aufgeschlossenen „Foo Fighters“ immens.

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Apropos „Beatles“: Kein Geringerer als Sir Paul McCartney unterstützte die Band bei den Aufnahmen. Der Ex-„Beatle“ und Grohl-Kumpel saß bei „Sunday Rain“ an den Drums – und beeindruckte Schlagzeuger Hawkins, der bei dem Song wiederum den Gesang übernahm: „Ich könnte nicht so spielen!“

Drei Monate lang nahmen die „Foo Fighters“ im Studio das Album auf, zahlreiche Musiker schauten vorbei und wirkten mit: Beispielsweise Shawn Stockman von der R-’n’-B-Gruppe „Boyz II Men“, Jazz-Saxofonist Dave Koz und sogar Pop-Star Justin Timberlake, der laut der Band bei „Make It Right“ im Hintergrund singt (aber kaum herauszuhören ist). Es sei einfach darum gegangen, zusammen Spaß zu haben, erklärt die Band.

Schwarze Wolken

Hat sich denn auch die aktuelle politische Situation rund um den neuen US-Präsidenten Donald Trump auf die Albumproduktion ausgewirkt? Das sei unvermeidbar, erklärt Grohl. „Besonders in Amerika hängen derzeit diese schwarze Wolken über allen. Da ist die ganze Spaltung. Es fühlt sich so an, als wäre Amerika gerade verwirrt.“ Niemand wisse, wo es hingehe, was man machen oder woran man glauben solle. „Wenn Du über dein Leben und die Welt schreibst, fließt das alles irgendwie mit ein.“ Aber dennoch sei „Concrete And Gold“ kein ausdrücklich politisches Album.

Gleichwohl glaubt Grohl, dass Musik ein guter Weg ist, um eine gespaltene Gesellschaft zu vereinen. „Egal, woher du kommst, welche Religion du hast oder auf welcher politischen Seite du stehst. Man kann immer zusammenkommen, um ein Lied über Hoffnung zu singen oder über Liebe. Solche Dinge verbinden die Leute.“

Das merken die „Foo Fighters“ auch auf ihren Konzerten, wenn sie in mehrheitlich konservativen oder republikanischen Staaten spielen. „Wir haben dennoch ein Publikum, das kommt und mit uns Lieder singt – auch wenn wir politisch nicht ihrer Meinung sind.“

Der frühere „Nirvana“-Drummer Grohl hatte die Band nach dem Tod von Kurt Cobain 1994 gegründet. Damals und auch heute wieder dabei: „Nirvanas“ zweiter Gitarrist Pat Smear. Über die alten Zeiten scheint Grohl nicht so gerne sprechen zu wollen. „Wenn man zurückblickt, war die ,Nirvana‘-Zeit so kurz, es waren nur ein paar Jahre, die ,Foo Fighters‘ gibt es jetzt seit 22 Jahren“, erinnert er sich. „Aber Vieles, was wir damals gelernt haben, ist eine Art Fundament für die ,Foo Fighters‘“ – ob auf persönlicher oder professioneller Ebene.

Insgesamt elf Songs umfasst das neue Album, darunter die bereits veröffentlichen Singles „Run“, „The Sky Is A Neighbourhood“ und die bandtypische Hymne „The Line“. Und: Trotz aller Experimentierfreude und Stileskapaden bleibt „Concrete And Gold“ am Ende doch ein „Foo-Fighters“-Album. Die Band liefert, wofür sie seit über zwei Jahrzehnten steht und wofür sie bereits mit elf Grammys ausgezeichnet wurde: guten Rock.

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