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Thriller "The Commuter": Der Alltag ist entgleist

Von Unter der Regie des Spaniers Jaume Collet-Serra lässt sich ein Versicherungsmakler auf ein teuflisches Spiel ein, das mit viel Geld lockt.
Geld gegen Gewissen? Michael (Liam Neeson) in Not. Foto: Jay Maidment Geld gegen Gewissen? Michael (Liam Neeson) in Not.

Eine Bahnfahrt kann zum Abenteuer werden. Wenn es besonders nervenaufreibend, ja sogar mörderisch zugehen soll, ist Hollywood am Zug. Bereits „Der große Eisenbahnraub“ (1903) stellte die Weichen. Später folgten „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“, „Unstoppable“ oder „Mord im Orient-Express“. In „The Commuter“ steht ein Vorort-Zug im Mittelpunkt, mit dem Versicherungsmakler Michael MacCauley (Liam Neeson) seit Jahr und Tag nach Manhattan pendelt. Bis zu jenem Morgen, an dem ihm die mysteriöse Joanna (Vera Farmiga) begegnet und sein Alltag aus den Schienen springt.

Die Dame lädt Michael zu einem Spiel ein. Wenn es ihm gelingt, einen bestimmten Passagier, der angeblich nicht in den Zug gehört, mithilfe zweier vager Hinweise zu identifizieren, winkt eine hohe Belohnung. Da Michael gerade in Geldnöten ist, lässt er sich auf das Angebot ein. Ohne zu ahnen, dass er das Leben der Mitreisenden und seiner Familie in Gefahr bringt.

Was so elegant wie Alfred Hitchcocks Thriller „Ein Fremder im Zug“ beginnt, entwickelt sich zum haarsträubenden Regionalbahn-Reißer. Während Ex-Polizist Michael durch die Waggons jagt, bleiben Glaubwürdigkeit und Logik der Verschwörungsgeschichte auf der Strecke. Doch das sind keine Kriterien, wenn Liam Neeson und der spanische Regisseur Jaume Collet-Serra zusammenarbeiten. Da geht es nur um Action. In Sachen Dynamik unterscheidet sich ihr viertes gemeinsames Werk kaum von früheren Hits wie „Non-Stop.“ Der 65-jährige Neeson steht wieder unter Volldampf, lässt rüstig die Fäuste fliegen und versprüht Superhelden-Charme. Derweil steigert Collet-Serra konsequent das Tempo, setzt auf rasante Bilder und kennt keinen Halt bis zur Endstation, in der reichlich Computer-Tricks gezündet werden. Bis dahin ist die Fahrt kein filmischer Hochgenuss, aber sie erreicht ihr Ziel: pure Popcorn-Unterhaltung. Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos (D+E), Metropolis (D+E). Sulzbach: Kinopolis (D+E). Limburg: Cineplex. Hanau: Kinopolis (D+E). Offenbach: Cinemaxx. Mainz: Cinestar

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