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Comic-Verfilmung „Ant-Man and the Wasp“: Der Ameisenmann hält nichts von gesunder Ernährung

Paul Rudd spielt erneut den Krabbelmann, der nun auf eine weitere Mission gehen muss und einem gefährlichen Terrorwesen begegnet.
Der Ameisenmann Scott Lang (Paul Rudd) nutzt jede Mitfahrgelegenheit, wenn es darum geht, über sich selbst hinaus zu wachsen. Foto: - (Constantin Film Verleih) Der Ameisenmann Scott Lang (Paul Rudd) nutzt jede Mitfahrgelegenheit, wenn es darum geht, über sich selbst hinaus zu wachsen.

Als der Ameisenmann vor drei Jahren erstmals über die Kinoleinwände krabbelte, war das wie eine Erfrischungs-Kur fürs Superhelden-Genre. „Ant-Man“, basierend auf einer 1962 in einem Heft des amerikanischen Marvel-Verlags aufgetauchten Comicfigur, war lustig und frech, selbstironisch und zudem beseelt von einer fast kindlichen Freude an Größenunterschieden. Gegenstände wurden geschrumpft und vergrößert, mal war der Ameisenmann riesig, mal tatsächlich nicht größer als ein Insekt. Der Ameisenmann nahm sich weniger ernst als viele der großen Superhelden vom Schlage eines Batman. „Ant-Man“ machte einfach Spaß.

Die Fortsetzung ist erneut inszeniert von Peyton Reed, wieder mit Paul Rudd in der Hauptrolle. Und auch Michael Douglas ist wieder dabei. Zwei Jahre hat Scott Lang alias Ant-Man aufgebrummt bekommen: zwei Jahre Hausarrest wegen seines Einsatzes in Deutschland an der Seite eines Teils des Superhelden-Teams Avengers (siehe: „The First Avenger: Civil War“). Die häusliche Ruhe aber, die ist schnell vorbei, als Lang von der Vergangenheit eingeholt wird. Sein Mentor Hank Pym (Douglas) schickt Lang auf eine Mission, bei der es um nicht weniger geht als Pyms große Liebe, seine einst in der Quanten-Ebene verschollene Frau Janet.

Allein zu Haus

Unterstützung bekommt Ant-Man dabei von Pyms Tochter Hope alias The Wasp. Schon im ersten „Ant-Man“ waren sich die beiden näher gekommen, nun geht die Romanze zwischen dem Ameisenmann und der mit Flügeln ausgestatteten Superheldin (Evangeline Lilly) weiter. Die beiden aber bekommen es zu tun mit einer Terroristin namens Ava – einem geistartigen Wesen, das zu den unheimlichsten Erscheinungen im Superheldenkino der vergangenen Jahre gehört. Noch immer ist Ant-Man der verspielteste und wohl auch selbstironischste unter den Superhelden. In einer wunderbaren Szenenfolge ist er wieder mal allein zu Haus und vertreibt sich seine Zeit mit gesundheitswidrigem Essen, schlechten Filmen und Schlagzeug spielend. Wie ein Pennäler, der sich freut, dass die Eltern endlich mal weg sind übers Wochenende.

Herrlich auch die vielen Momente, die Paul Rudd mit seiner Filmtochter (wieder verkörpert von Abby Ryder Fortson) zeigen: beim Versteckspiel, bei den vielen Zaubertricks, die sich der „Ant-Man“ während seines langen Hausarrests hat aneignen können. So sind es diesmal weniger die zwar hübschen und doch vertrauten Spielereien rund um Vergrößerungen und Verkleinerungen, die den Film auszeichnen. Und eher die, mal bewegenden, mal turbulenten Familien-Momente. Endlich weiß man, warum Ant-Man bei „Avengers: Infinity War“ (der fast alle bekannten Marvel-Helden auf der Leinwand versammelte) nicht mit dabei sein konnte: Er war wohl immer noch damit beschäftigt, zu Hause seine Strafe abzusitzen.

Verweise aller Art

Querverweise dieser Art, von Film zu Film, machen einen Gutteil der Anziehungskraft der Marvel-Welt aus. Auch diesmal gibt’s den ein oder anderen augenzwinkernden Hinweis darauf, wie es weitergehen könnte im endlosen Superhelden-Universum. Wer nicht vertraut ist mit all dem Sonderwissen rund um US-Superhelden, der darf sich gleichwohl freuen: auf ein flottes, lustiges Abenteuer. Das zudem mit zwei so betagten wie eleganten Darstellern aufwartet: Michael Douglas und Michelle Pfeiffer. Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: E-Kinos (D+E), Cinestar, Metropolis (D+E). Sulzbach: Kinopolis (D+E). Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis

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