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Hollywood-Film „Regeln spielen keine Rolle“: Der Champagner steht schon kalt

In „Regeln spielen keine Rolle“ verkörpert Warren Beatty unter seiner eigenen Regie den exzentrischen Unternehmer und Luftfahrtpionier Howard Hughes.
Howard Hughes (Warren Beatty) muss noch ein wichtiges Telefonat führen, bevor er sich wieder schönen Frauen widmet. Howard Hughes (Warren Beatty) muss noch ein wichtiges Telefonat führen, bevor er sich wieder schönen Frauen widmet.

Tommy Lee Jones, Leonardo Di-Caprio, George Peppard und nun Waren Beatty: Der US-Unternehmer Howard Hughes wurde seit den 60er Jahren immer wieder von Hollywoodstars gespielt. Im neuesten Film über den verschrobenen Filmproduzenten und Luftfahrpionier führte Warren Beatty auch Regie. „Regeln spielen keine Rolle“ ist zudem mit Annette Bening und Martin Sheen bis in die Nebenrollen hochrangig besetzt.

Hollywood, 1958: Junge Frauen mit Zahnpastalächeln wollen berühmt werden, und junge Männer mit James-Dean-Frisur auch. Die Autos sind schick, die Getränke zum Mittagessen hochprozentig, in den Kirchen predigen die Priester die Enthaltsamkeit vor der Ehe, und auf der politischen Weltbühne stehen sich die USA und die Sowjetunion gegenüber. Die Ausstattung von „Regeln spielen keine Rolle“ ist typisch für die späten 50er, in denen der Glaube an den technischen Fortschritt ungebrochen war.

Fast 30 Filmminuten dauert es, bis Warren Beatty das erste Mal als Howard Hughes zu sehen ist, der Mann, wegen dem alle in Los Angeles zu sein scheinen: das aufstrebende Starlet Marla (Lily Collins), das von dem Filmproduzenten unter Vertrag genommen wurde ebenso wie Frank (Alden Ehrenreich), weil er als Chauffeur für ihn arbeitet und die Schauspielerinnen durch die Gegend fährt.

Im Halbdunkel zeigt sich Hughes zum ersten Mal. Er lädt schöne Frauen gerne um drei Uhr morgens in kerzenbeschienene Bungalows ein, in denen der Champagner schon kalt steht. Auch sonst ist er reichlich verschroben. Er erträgt keine Kinder und schottet sich im privaten Kinosaal von der Außenwelt ab. Manche halten ihn für verrückt, und auch er selbst fürchtet, genau dafür erklärt zu werden. Dann wäre es mit seinem Hobby, der Fliegerei, vorbei. Zwar versammeln sich alle um Hughes, dennoch dient er mehr als exzentrische Figur im Hintergrund, während im Vordergrund die Geschichte von Marla und Frank abläuft. Der Film ist denn auch weniger ein Porträt von Hughes als eine Liebesgeschichte. Die aber berührt nicht wirklich. Dem 80-jährigen Warren Beatty wiederum, der zuletzt in der Oscar-Nacht in die Verkündung des falschen Gewinnerfilms geriet, kauft man Hughes nur zu gern ab. Einige Momente sind auch tatsächlich sehr komisch. In fast jeder Szene des mehr als zweieinhalbstündigen Kinowerks taucht außerdem ein Star auf, von Matthew Broderick, bis hin zu Alec Baldwin. Die Exzentrik von Howard Hughes (1905–1976), der Filme wie „Hell’s Angels“ produzierte, war schon zu Lebzeiten berüchtigt. Er war unter anderem mit Katherine Hepburn liiert, entwickelte Flugzeuge, war Freizeit-Pilot und kaufte Casinos. Einmal soll er vier Jahre lang seine Hotelzimmer in Las Vegas nicht verlassen haben. Auch in der Fernsehserie „Die Simpsons“ wurde seine Schrulligkeit schon auf die Schippe genommen. Doch trotz der vielen hübschen Einfälle zündet der Film „Regeln spielen keine Rolle“ nicht so recht. Annehmbar

 

Frankfurt: Cinestar, Metropolis.
Mainz: Cinestar

 

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